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Die Schweiz eröffnet Business Hub in Südafrika

Wirtschaftsministerin Doris Leuthard mit dem südafrikanischen Handels- und Industrieminister Mandisi Mpahlwa. Keystone

Wirtschaftsministerin Doris Leuthard hat am Donnerstag in Pretoria offiziell den ersten Auslandstützpunkt der Exportförderungs-Organisation Osec auf dem afrikanischen Kontinent eingeweiht.

Dieser Inhalt wurde am 07. Mai 2007 - 21:57 publiziert

Eine Delegation von Schweizer Wirtschaftsführern begleitet die Bundesrätin. Ein Teil von ihnen wird am Mittwoch mit ihr nach Tansania weiterreisen.

Der "Swiss Business Hub South Africa" hat zum Ziel, Schweizer Firmen beim Auf- und Ausbau ihrer Aktivitäten zu helfen. Denn im vergangenen Jahr haben sich die Schweizer Exporte um 30% erhöht und die Importe aus Südafrika um 13,4%, erinnerte die Schweizer Wirtschaftsministerin.

"Südafrika spielt eine entscheidende Rolle, die wir in unserer internationalen Wirtschaftsstrategie berücksichtigen müssen", fügte sie hinzu.

Südafrika ist eine Region mit vielversprechendem Wachstum und zahlreichen Geschäftsmöglichkeiten für Schweizer und liechtensteinische Exportunternehmen.

"Ich bin überzeugt, dass dieses ein Markt mit grossem Potential für internationale Firmen ist, besonders da Südafrika die Fussball Weltmeisterschaften 2010 ausrichten wird", sagte Daniel Küng, Direktor des Osec Business Network Switzerland.

200 betroffene Unternehmen

Der neue Business Hub wird in der Schweizer Botschaft in Pretoria untergebracht und vom Botschaftsrat Erwin Lüthi geführt. Gemäss der Osec haben sich bereits 200 Schweizer KMU in Südafrika angesiedelt.

Die Eröffnung des neuen Hubs ist für die Osec die Gelegenheit, einen Kooperationsvertrag mit der neuen SwissCham Southern Africa (SCSA) zu unterzeichnen, welche den Schweizer Business Rat ablöst. Letzterer machte hauptsächlich Lobby-Arbeit.

Nun ist Australien der letzte Kontinent ohne Schweizer Business Hub. Hubs gibt es bereits in China, Indien, Russland, Polen, Brailien, Japan, den USA, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in den wichtigsten europäischen Ländern.

Beziehungen verstärken

Am Montag traf die Chefin des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements auch mit dem südafrikanischen Wirtschaftsminister Mandisi Mpahlwa zusammen. Dabei vereinbarten sie eine Intensivierung der bereits regen bilateralen Beziehungen.

Doris Leuthard war gleichentags mit einer Wirtschaftsdelegation in Südafrika eingetroffen. Von ihrem Besuch am Kap erhofft sie sich auch intensivere und einfachere Wirtschaftsbeziehungen.

Ihr Besuch stehe unter "günstigen Vorzeichen", erklärte Leuthard. So wurde bereits am Freitag ein Ziel verwirklicht: Südafrika ratifizierte ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und der Zollunion des südlichen Afrika (SACU).

Zweite Station Tansania

Von Mittwoch bis Freitag wird Doris Leuthard in Tansania erwartet. Auch dort möchte sie die Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Schweizer Privatunternehmen verbessern und den Wirtschaftsstandort Schweiz bekannter machen.

Ausserdem sollen in Tansania die Kontakte zu einem der wichtigsten regionalen Empfänger der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz vertieft werden. Es handelt sich um ein Projekt des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zur Förderung des Exports von Cashewnüssen.

Zudem ist die Unterzeichnung einer neuen Budgethilfe über 19 Mio. Franken geplant, mit der Tansania in den kommenden drei Jahren bei der Umsetzung der nationalen Strategie für Wachstum und Armutsbekämpfung unterstützt werden soll.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Die Schweizer Exporte nach Südafrika stiegen von rund 520 Mio. Franken im Jahr 2002 auf ca. 730 Mio. Franken 2006. Allein im ersten Quartal 2007 nahmen sie um 24% zu.

2005 erreichten die Schweizer Direktinvestitionen in Südafrika 1,95 Mrd. Franken.

Der Aussenhandel mit Südafrika dürfte in den nächsten Jahren nicht zuletzt auch wegen der positiven Auswirkungen der Fussball-WM 2010 zunehmen.

Weiter werden durch das Freihandelsabkommen zwischen der EFTA und der Südafrikanischen Zollunion (SACU) die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit Südafrika verstärkt. Dies wird sich positiv auf den bilateralen Handel mit Industrieprodukten zwischen der Schweiz und Südafrika auswirken.

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