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Die Schweiz auf dem Weg zur WM 2006

Philippe Senderos bringt die Schweiz 1:0 in Führung. Keystone

Die Schweiz hat das erste von zwei Barrage-Spielen gegen die Türkei mit 2:0 gewonnen - ein Schritt weiter auf dem Weg zur Fussball-WM 06 in Deutschland.

Dieser Inhalt wurde am 12. November 2005 - 23:27 publiziert

Vor 31'000 Zuschauern im Stade de Suisse in Bern schossen Philippe Senderos und Valon Behrami die Tore. Das Rückspiel findet am 16. November in Istanbul statt.

Zwei Youngsters hielten die Schweizer Nationalmannschaft im WM-Barrage-Hinspiel in Bern gegen die Türkei auf WM-Kurs: Philippe Senderos traf mit dem Kopf zum 1:0 (41.), Joker Valon Behrami erhöhte in der 86. Minute zum hochverdienten 2:0.

Senderos lenkte Minuten vor der Halbzeitpause eine gut getimte Freistossflanke von Ludovic Magnin mit dem Hinterkopf unhaltbar in die tiefe Torecke. Es war eine gelungene Kopie des Schweizer Ausgleichstreffers zum 1:1-Unentschieden gegen Frankreich im selben Stadion.

Ausgezeichnete Schweizer

Die 1:0-Pausenführung krönte eine ausgezeichnete Leistung der Schweizer, die in der ersten Halbzeit mindestens einen weiteren Treffer verdient gehabt hätten.

Ludovic Magnin (13.), Marco Streller (20.), Tranquillo Barnetta (22.) und Senderos (22.) erarbeiteten sich in der zweiten Viertelstunde hervorragende Möglichkeiten, die zumeist vom starken Türkei-Goalie Volkan zunichte gemacht wurden.

Aufs Kontern verlegt

Als sich die 31'130 Zuschauer im ausverkauften Stade de Suisse trotz guter Schweizer Konterchancen in der Schlussphase bereits mit dem knappen 1:0-Heimsieg zufrieden gaben, wurde ein taktischer Wechsel von Trainer Köbi Kuhn mit dem zweiten Treffer belohnt.

Kuhn brachte den 20-jährigen Lazio-Söldner Behrami für den ausgezeichnet aufspielenden Tranquillo Barnetta auf der linken Seite. Der Coach wollte seinen aufopfernd kämpfenden Mittelfeld-Puncher vor einer möglichen Verwarnung und der daraus resultierenden Sperre im Rückspiel bewahren. Behrami war dann vier Minuten vor Schluss am richtigen Ort, um eine flache Hereingabe von Alex Frei unhaltbar zum 2:0 einzuschieben.

Magnin in Istanbul gesperrt

Einziger Wermutstropfen des wichtigen Heimsieges war die Verwarnung gegen Magnin, der damit im Rückspiel am Mittwoch in Istanbul gesperrt ist. Magnin gehörte zusammen mit Torschütze Senderos und Barnetta zu den besten Schweizern. Die Jüngsten setzten am Samstag die stärksten Akzente. Ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft.

Gegner Türkei war mit der Absicht in die Schweiz gereist, ein 0:0-Unentschieden über die Distanz zu bringen. In der ersten Halbzeit verzeichneten sie nur drei halbherzige Weitschüsse, die den sicher haltenden Schweizer Goalie Pascal Zuberbühler vor keine Probleme stellte.

Top-Ausgangslage fürs Rückspiel

Nur während einiger weniger Phase unmittelbar nach dem Seitenwechsel tauchten die Türken in der zweiten Halbzeit wenige Male bedrohlich in der Nähe des Schweizer Tores auf. Die Innenabwehr stand jedoch sattelfest und liess sich nie bezwingen. Das 2:0, vor allem der Sieg ohne Gegentor ist eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel.

In der letzten Barrage verloren die Türken das Auswärtsspiel in Lettland mit 0:1 und vermochten die Wende mit dem 2:2 nicht mehr zu schaffen. Die Schweiz hat nun gar ein Tor mehr als Polster und muss sich in Istanbul mit einer gleich starken Leistung wie in Bern kaum Angst um die WM-Qualifikation machen.

"Fantastisches 2:0"

Trainer Köbi Kuhn sagte nach dem Spiel: "Dieses 2:0 ist fantastisch. Wichtig ist vor allem, dass wir kein Gegentor erhalten haben. Ich kann meiner Mannschaft nur gratulieren. Sie hat grossartig gekämpft, die Gruppe ist so stark."

Dieser Sieg sei sehr viel wert, so Kuhn weiter. "Noch sind wir aber nicht an der WM. Wir sind auch fähig, auswärts Tore zu schiessen." Die Türken seien nun wohl etwas verunsichert.

Wunschresultat

Für Marco Streller ist das 2:0 das Wunschresultat. "Ich vergab noch eine Riesenchance. Den Pass von Magnin hätte ich verwerten müssen. Nach meinem Missgeschick hätte ich in den Boden versinken können", so Streller.

Aber nur der Sieg zähle. Nach dem Spiel sei es unter den Aktiven zu Handgreiflichkeiten gekommen.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Stade de Suisse, Bern. – 31'130 Zuschauer (ausverkauft). - SR Michel (Slk). - Tore: 41. Senderos 1:0. 86. Behrami 2:0.

Schweiz: Zuberbühler; Philipp Degen, Müller, Senderos, Magnin; Gygax, Cabanas, Vogel, Barnetta (83. Behrami); Frei, Streller (77. Vonlanthen).

Türkei: Volkan; Serkan, Alpay, Toraman, Ümit Özat (77. Halil Altintop); Hüseyin; Nihat (46. Okan), Selçuk, Tümer, Tuncay (83. Ergün); Hakan Sükür.

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In Kürze

Die 27 bisher für die WM 2006 in Deutschland qualifizierten Teams in der Übersicht:

Europa (total 14 Teams): Deutschland (Gastgeber), Portugal, England, Frankreich, Holland, Italien, Kroatien, Polen, Schweden, Serbien-Montenegro, Ukraine.

Südamerika (4-5): Argentinien, Brasilien (Titelverteidiger), Paraguay, Ecuador.

Asien (4-5): Iran, Japan, Saudi-Arabien, Südkorea.

Afrika (5): Angola, Elfenbeinküste, Ghana, Tunesien, Togo.

Nord-, Zentralamerika und Karibik (3-4): Mexiko, USA, Costa Rica.

Ozeanien (0-1): Noch kein Team qualifiziert.

Insgesamt werden in den Barrage-Spielen noch fünf Plätze vergeben (Europa 3, Rest 2).

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