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Die Meinung der Grosseinkäufer

Der Schweizer Nahrungsmittelmulti Nestlé und die US-Kaffeehauskette Starbucks gehören zu den grössten Kaffee-Einkäufern. Ihnen kann die Kaffee-Krise nicht egal sein.

Dieser Inhalt wurde am 25. Februar 2003 - 15:05 publiziert

Beide Konzerne sehen Massnahmen vor.

Für Nestlé ist der Kaffemarkt zu volatil. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern, der 12% der Welternte aufkauft, unterstützt deshalb Massnahmen, um den Markt zu regulieren. Denn wenn die Kaffeekulturen nicht rentabel seien, würden die Bauern diesen Rohstoff nicht mehr liefern, befürchtet Nestlé.

Nestlé ist an einer Harmonisierung der Produktionskriterien interessiert, um eine dauerhafte Kaffeekultur hoher Qualität zu schaffen. Das sei der Schlüssel zu einer besseren Rentabilität, heisst es bei Nestlé.

Laut Andreas Leisinger von der Max Havelaar-Stiftung ist es tatsächlich so, dass die Kaffee-Grosskäufer stark sinkende Qualitäten befürchten. Es würden da sicher unterschiedliche Konzepte entwickelt. Eines, das auch an der Börse angewendet werde, seien die Qualitätsboni für hochwertigen Kaffee.

"Das begünstigt dann allerdings nur jene Gruppe von Kaffeebauern, die eben diese hochwertige Qualität liefern kann und verschärft die Ungerechtigkeit gegenüber den anderen Kaffeebauern, die aufgrund klimatischer oder sonstiger Situationen nicht in der Lage sind, diese Qualität zu liefern", so Leisinger zu swissinfo.

Auch bei Starbucks bewegt sich etwas

Der US-Kaffeehauskette Starbucks will mittelfristig nur Produzenten berücksichtigen, welche soziale, ökologische und wirtschaftliche Kriterien berücksichtigen, wie Marc Schonland, Direktor von Starbucks Schweiz, erklärt. Dadurch werde ein Teil der Überproduktion, die auf den Preis drücke, eliminiert, heisst es dort.

swissinfo, Jean-Michel Berthoud

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