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DEVISEN/Währungsdispute: IWF und Weltbank mahnen globale Zusammenarbeit an

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2010 - 07:46 publiziert

WASHINGTON (awp international) - Vor ihrer Jahrestagung haben Internationaler Währungsfonds und Weltbank eine engere globale Zusammenarbeit angemahnt, um Währungsdispute nicht eskalieren zu lassen. IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn warnte am Donnerstag, es könne keine guten Folgen für die noch schwache Weltwirtschaft haben, wenn Staaten ihre Währungen als Waffen einsetzten. Weltbank-Präsident Robert Zoellick sagte, die derzeigen Spannungen könnten in handfesten Arger münden, werde mit ihnen nicht richtig umgegangen.
Strauss-Kahn betonte, der Weltwährungsfonds sei "der richtige Ort" sei, um Währungsstreitigkeiten zu behandeln. Er schlug ausserdem eine "Art systemweite Stabilitäts-Initiative" vor, ohne aber Details zu nennen. Der IWF-Chef beklagte aber, dass die internationale Bereitschaft zur Zusammenarbeit abnehme, je weiter der Höhepunkt der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise zurückliege.
Das zweitägigen Jahrestreffens von Weltwährungsfonds und Weltbank beginnt am (heutigen) Freitag. Dann kommen auch die Finanzminister Notenbankchefs der sieben grössten westlichen Industriestaaten (G7) in der US-Hauptstadt zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen neben der Gefahr eines Abwertungswettrennens der Währungen und dem schleppenden Aufschwung in reichen Ländern auch die seit Jahren diskutierte IWF-Reform. Schwellenländer sollen mehr Gewicht bekommen. Noch ziehen aber Europäer, die USA und aufstrebende Nationen wie China, Indien und Brasilien aber in verschiedene Richtungen.
Arme Staaten und Schwellenländer kritisierten derweil den Sparkurs reicher Nationen, sie sind ausserdem zunehmend über die Kapitalströme in ihre Märkte besorgt. Dass viele Industrienationen derzeit gleichzeitig und in grossem Umfang den Rotstift ansetzten, "birgt das beträchtliche Risiko einer Abwärtsspirale für die globale Nachfrage", erklärten die in der G24 zusammengeschlossenen Länder in Washington. Skeptisch äusserte sich die Staatengruppe auch über die derzeit massiven Geldströme in manche ihrer Länder. In der Folge gerieten lokale Währungen unter Aufwertungsdruck, Märkte könnten überhitzen./fb/DP/jha

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