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DEVISEN/Euro rutscht nach schwachen Konjunkturdaten zeitweise unter 1,44 Dollar

Dieser Inhalt wurde am 30. August 2011 - 12:46 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus der Eurozone und einer etwas schwächeren Nachfrage bei mehreren Auktionen italienischer Staatsanleihen deutlich zurückgefallen. Im Mittagshandel rutschte die Gemeinschaftswährung zeitweise auf ein Tagestief knapp unter der Marke von 1,44 US-Dollar ab. Im weiteren Handel konnte sich die Gemeinschaftswährung wieder etwas erholen und stand zuletzt bei 1,4410 Dollar. Ein Dollar kostet damit 0,6938 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,4487 (Freitag: 1,4402) Dollar festgesetzt.
Nach einem freundlichen Auftakt mit einem Tageshoch bei 1,4533 Dollar am frühen Morgen sei die Gemeinschaftswährung am Vormittag immer stärker abgerutscht, beschrieben Händler das Geschehen an den Devisenmärkten. Sie machten vor allem schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone für die Kursverluste verantwortlich. Im August trübte sich die Stimmung in den Unternehmen laut einer Umfrage der EU-Kommission unerwartet deutlich ein. Angesichts des starken Rückgangs nimmt die Verunsicherung im Euroraum laut Commerzbank merklich zu. Die Daten "bestätigen den konjunkturellen Abschwung im Euroraum".
Als Ursache für die Kursverluste des Euro nannten Händler zudem mehrere Auktionen von Staatsanleihen in Italien. Der italienische Staat konnte sich zwar zu deutlich niedrigeren Zinsen am Kapitalmarkt refinanzieren, die Nachfrage nach den italienischen Anleihen ist aber im Vergleich zu vorangegangenen Versteigerungen leicht gesunken./jkr/bgf

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