Navigation

DEVISEN/Euro gibt Vortagsgewinne fast vollständig ab

Dieser Inhalt wurde am 30. Oktober 2009 - 17:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Freitag seine kräftigen Kursgewinne vom Vortag nicht verteidigen können. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,4740 US-Dollar. Am Donnerstag war der Euro nach einem kräftigen Wachstum der US-Wirtschaft im dritten Quartal noch in Richtung 1,49 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,4800 (Donnerstag: 1,4788) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6757 (0,6762) Euro.
"Der Euro ist heute vor allem von den schwachen Aktienmärkten belastet worden", sagte DekaBank-Experte Christian Melzer. Nach einem schwachen Start der US-Börsen geriet auch der deutsche Aktienmarkt spürbar unter Druck. "Dieses Muster hat man in den vergangenen Monaten häufig beobachten können." Schwache Aktienmärkte stellen seit Wochen eine Belastung für den Euro dar. Grund ist die Risikoneigung der Anleger, die bei schwächelnden Aktienmärkten regelmässig den Dollar als Reservewährung nachfragen.
Mittelfristig sieht die DekaBank jedoch keine grosse Korrekturbewegung beim derzeit starken Euro. "Erst im nächsten Jahr dürfte sich zeigen, dass die US-Konjunktur besser aus der Wirtschaftskrise findet als Europa", sagte Melzer. Dies deuteten bereits jüngste Konjunkturdaten wie der am Freitag kräftig gestiegene Chicago-Einkaufsmanagerindex an. "In der längeren Frist dürfte der Dollar zum Euro spürbar zulegen."
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89375 (0,89750) britische Pfund , 134,66 (135,13) japanische Yen und 1,5123 (1,5109) Schweizer Franken festgelegt. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.040,00 (1.040,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 22.725 (22.625) Euro./bf/jha/he

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?