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Deiss fördert Handel zwischen EFTA und Seoul

Mehr Waren aus Südkorea für die Schweiz: Das will Wirtschaftsminister Deiss. Keystone

Die Europäische Freihandels-Assoziation (EFTA), zu der die Schweiz gehört, hat sich mit Südkorea auf ein Freihandels-Abkommen geeinigt.

Dieser Inhalt wurde am 12. Juli 2005 - 15:19 publiziert

Das Abkommen entstand auf Initiative von Wirtschaftsminister Joseph Deiss und ist das erste seiner Art zwischen Südkorea und Europa.

Bundesrat Joseph Deiss traf sich am Dienstag in der chinesischen Hafenstadt Dalian mit dem südkoreanischen Wirtschaftminister Hyun-Chong Kim. Dort findet gegenwärtig eine Mini-Konferenz der Welthandels-Organisation (WTO) statt.

Die beiden Magistraten freuten sich über den Abschluss des Abkommens, das noch vor Ende Jahr unterschrieben werden soll. Danach ist die Ratifikation des Vertrages durch jedes EFTA-Land vorgesehen.

Die erzielte Vereinbarung erlaubt eine Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den EFTA-Staaten Island, Norwegen, Liechtenstein, der Schweiz und Südkorea.

Das Handelsvolumen zwischen den EFTA-Ländern und Südkorea beläuft sich aktuell auf 2,75 Mrd. Franken. Nach Einschätzung südkoreanischer Wirtschaftsexperten könnten die Importe aus den EFTA-Ländern nun um 896 Mio. Franken ansteigen. Auch für die Exporte wird eine Zunahme von 768 Mio. Franken erwartet.

Chancen für die Schweiz

Für die Schweiz verspricht sich Wirtschaftsminister Deiss eine Steigerung des Handelsvolumens mit Südkorea um zehn bis dreissig Prozent. Die helvetischen Exporte beliefen sich im Jahr 2004 bereits auf 1,3 Mrd. Franken.

Die südkoreanischen Importe in der gleichen Periode beliefen sich auf 600 Mio. Franken. Zudem betonte Deiss, dass die Vereinbarung Themen wie Wettbewerbsfähigkeit und geistiges Eigentum beinhalte. Der Vertrag enthalte beachtliche Möglichkeiten für die Schweiz.

Impulse für die Vereinbarung hatte Deiss erstmals im November 2003 bei seinem Besuch in Seoul gegeben. Offiziell wurden die Verhandlungen für das Freihandels-Abkommen im Dezember 2004 aufgenommen.

Erstes Abkommen mit Europa

Auch der südkoreanische Amtskollege von Deiss zeigte sich zufrieden über das Abkommen. Dieses entspreche den Interessen Südkoreas nach einer Vertiefung der Beziehungen mit Europa. Es ist die erste Vereinbarung dieser Art, die Südkorea mit Europa schliesst.

Mit seinen 22,6 Mio. Einwohnern erarbeitete Südkorea im vergangenen Jahr ein Bruttoinlandprodukt (BIP) von rund 770 Mrd. Franken. Das Land gilt als wichtiger Standort in Asien für den weltweiten Handel und die Industrie.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Südkorea ist die siebtgrösste Volkswirtschaft der Welt.

Die EFTA-Länder sind die zehntgrösste.

Schweizer Exporte nach Südkorea 2004: 1,3 Mrd. Franken
Schweizer Importe von Südkorea 2004: 600 Mio. Franken

Handelsvolumen EFTA-Südkorea: 2,75 Mrd. Franken.

Dieses könnte nach dem Abkommen um 1,65 Mrd. Franken wachsen.

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In Kürze

Die EFTA wurde 1960 als wirtschaftliches Gegengewicht zur Europäischen Union (EU) - damals noch Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) genannt - gegründet.

Die EFTA umfasste damals Österreich, Dänemark, Norwegen, Portugal, Schweden, die Schweiz und Grossbritannien.

Heute sind nur noch Island, Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz Mitgliedsländer. Ausser der Schweiz sind diese auch Teil des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR).

Die EFTA hat Freihandelsabkommen mit insgesamt 23 Ländern in Mittel- und Osteuropa, in Mittel- und Südamerika und Asien.

Zusätzlich zu den Abkommen mit der EU bestehen Freihandels-Abkommen mit insgesamt 14 Ländern.

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