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DE/Umweltminister Untersteller lehnt Kapitalerhöhung bei EnBW ab

Dieser Inhalt wurde am 05. August 2011 - 18:55 publiziert

KARLSRUHE (awp international) - Deutschlands drittgrösster Stromkonzern, die Energie Baden-Württemberg (EnBW), muss die Abkehr von der Atomkraft nach Ansicht des baden-württembergischen Umweltministers Franz Untersteller (Grüne) aus eigener Kraft versuchen. "Zunächst muss der Vorstand die Finanzierung aus dem Unternehmen heraus stemmen. Dazu gehört der Verkauf von Minderheitsbeteiligungen oder die Suche nach Kooperationspartnern. Diese Hausaufgaben sind noch nicht gemacht", sagte Untersteller der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag). Dies gelte ungeachtet der Tatsache, dass der Wert der Beteiligungen gesunken sei und ein Verkauf zum Verlustgeschäft werden könnte: "Ich sehe dazu keine Alternative", sagte Untersteller.
Der Minister wandte sich gegen eine vom Konzern angedachte Kapitalerhöhung. "Jetzt ist nicht der geeignete Zeitpunkt, um über eine Kapitalerhöhung zu reden", sagte er. Und weiter: "Jetzt ist erst einmal eine schlüssige Strategie nötig. Davon kann ich nichts erkennen." Gleichzeitig betonte der Minister, EnBW-Chef Hans-Peter Villis habe die Rückendeckung der grün-roten Landesregierung.
Die EnBW ist durch den von der Politik beschlossenen Ausstieg aus der Atomkraft in die Bredouille geraten. Um die Energiewende finanzieren zu können, plant der Konzern einen Sparkurs. Im Gespräch ist auch eine Kapitalerhöhung./ruf/DP/she

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