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Davos zieht weiter davon

Der HC Davos bleibt im Schweizer Eishockey das Mass der Dinge. HCD-Goalie Lars Weibel (li) im Kampf gegen den Berner Stürmer Thomas Ziegler. Keystone

In der Eishockey-Nationalliga A hat sich Leader Davos mit einem 3:2-Heimsieg gegen den SC Bern als erstes Team für das Play-off qualifiziert.

Dieser Inhalt wurde am 06. Januar 2002 - 20:16 publiziert

Kloten zog gegen Fribourg mit 9:0 davon, die SCL Tigers bezwangen Chur 6:2. Ambri-Piotta schlug die ZSC Lions 3:1, Lugano siegte gegen Zug 3:0 und Rapperswil-Jona verlor gegen Lausanne 3:5.

Mit der Niederlage von Davos bleibt der SCB im Jahr 2002 weiter ohne Punkte. Weil das nun achtklassierte Bern zweimal verlor, beträgt der Vorsprung auf Lausanne (9.) und die SCL Tigers (10.) nur noch drei respektive vier Punkte.

Fuhrer als SCB-Trainer abgelöst

Der SCB fand sich am Sonntagabend in einer ungemütlichen Lage, vor allem galt dies für Coach Riccardo Fuhrer. Am Montag wurde dieser schliesslich per sofort freigestellt.

Fuhrer war erst nach der letzten Saison nach Bern gekommen. Vorläufiger Nachfolger wird sein bisheriger Assistent und Juniorentrainer Mirek Hybler.

Neuer Name für Olympia?

Für die zweite und definitive Olympia-Selektion von Nationaltrainer Ralph Krueger Mitte Januar drängt sich ein neuer Name auf: Der knapp 21-jährige Björn Christen überzeugte mit zuletzt konstant guten Leistungen und erzielte in den Spielen in Zug und gegen Bern seine Saisontreffer 12 und 13.

Eine Bank in Kruegers Aufgebot dürfte auch der lange verletzt gewesene Patrick Fischer sein, der in Zug zwei herrliche Tore erzielte. Fischer könnte in der National-Mannschaft erneut die Parade-Linie mit Gian-Marco Crameri und Schweden-Legionär Marcel Jenni bilden.

Auch Captain Reto von Arx, der gegen Bern das Game-Winning-Goal zum 3:1 schoss, scheint aufgrund zuletzt verbesserter Leistungen für Salt Lake City gesetzt. Fraglich ist indes die Selektion von Michel Riesen. Der 22-jährige Bieler hat seit acht Spielen kein Tor mehr erzielt und wartete zuletzt mit sehr diskreten Leistungen auf.

Hoffnungen auf Play-off

Weil Aufsteiger Lausanne, der Gewinner des Wochenendes, am Samstag erstmals in der Verlängerung gewann (5:4 gegen Ambri) und 18 Stunden später auch in Rapperswil (5:3) siegreich war, hat der Klub nun nur noch einen Punkt Rückstand auf den SCB. Die Waadtländer müssen aber in den nächsten beiden Spielen auswärts in Zürich und Davos antreten.

Auch Langnau kann sich aufgrund der SCB-Baisse berechtigte Hoffnungen auf das Play-off machen. Damit diese Hoffnungen konkreter werden, braucht es jedoch Niederlagen von Bern gegen Zug und Chur sowie einen Sieg der SCL Tigers gegen Kloten.

Derweil ist Davos im Schweizer Eishockey weiter das Mass der Dinge. Dies, obwohl die Bündner am Samstag in Zug den Spitzenkampf 3:4 verloren hatten. Dabei präsentierte sich Goalie Lars Weibel, der zwei durchaus haltbare Treffer kassierte, für einmal nicht in Olympia- Form. Gegen Bern resultierte der 3:2-Sieg vor allem deshalb, weil der HCD alle drei gegnerischen Strafen ausnützte.

Wechselbad der Gefühle

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Fribourg. Das Team von Serge Pelletier besiegte Langnau 6:4, kam aber in Kloten brutal unter die Räder: Das 0:9 (!) bedeutete die zweithöchste Niederlage der Freiburger seit Einführung des Play-offs. Fribourg ist mit fünf Verlustpunkten Vorsprung auf Lausanne im vierten Rang klassiert.

Zweiter "Verlierer des Wochenendes" nebst Bern ist der SC Rapperswil-Jona. Die desolaten St. Galler, die vier Punkte kalkuliert hatten, verloren in Chur (1:2) und am Sonntag gegen Lausanne 3:5.

Mit dem unpopulären Wechsel auf dem Goalie-Posten von Thomas Berger zu Simon Züger im Spiel gegen Lausanne schuf sich das Trainergespann Jewgeni Popischin/Colin Muller in Rapperswil keine zusätzlichen Freunde. Berger trug an der Niederlage in Chur keine Schuld; beide Gegentreffer fielen in Unterzahl.

Der Rückstand von Rapperswil auf Rang acht beträgt sechs Punkte. Nächste Gelegenheit für eine mögliche Wahrung der Play-off-Chancen bietet sich dem SCRJ am kommenden Sonntag im Direktduell gegen Langnau.

swissinfo und Stefan Baumgartner (si)

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