Navigation

Das Geld fliesst wie noch nie...

Keystone Archive

Die Globalisierung der Schweizer Wirtschaft hat im Jahr 2000 einen massiven Schub erhalten. Das Kapital für Direktinvestitionen floss auf historischem Höchstwert.

Dieser Inhalt wurde am 20. Januar 2002 - 12:58 publiziert

Die Beschleunigung betraf beide Richtungen - die Kapitalströme in als auch aus der Schweiz. Dies geht aus dem jüngsten Quartalsheft der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hervor.

22 Milliarden mehr ins Ausland

Die Schweizer Kapitalexporte für Direktinvestitionen im Ausland schnellten im Jahre 2000 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Mrd. Franken oder um 44 Prozent auf 72 Mrd. Franken in die Höhe. Ausschlaggebend waren die Grossübernahmen der beiden Schweizer Grossbanken in den USA. Sie sind auch der Hauptgrund dafür, dass 2000 erstmals seit Jahren mehr Schweizer Direktinvestitionen in die USA als in die EU flossen.

Aber auch die Direktinvestitionen in Entwicklungsländern schnellten gegenüber dem Vorjahr um zwei Drittel auf 9 Mrd. Franken in die Höhe. Bei den Schwellenländern kam es demgegenüber zu einem Einbruch um 77 Prozent.

Beim Bestand der Direktinvestitionen im Ausland, der um 20 Prozent auf einen neuen Rekordstand von 373 Mrd. Franken stieg, dominierte nach wie vor die EU mit einem Anteil von 48 Prozent. Jener der USA legte um drei Punkte auf 24 Prozent zu.

Der auch als "sechste Schweiz" bezeichnete Personalbestand der Schweizer Wirtschaft im Ausland nahm im Berichtsjahr um 6 Prozent auf 1,74 Millionen Beschäftigte zu. Rund drei Viertel des Anstiegs entfielen auf Töchter der Banken und der Chemie.

10 Milliarden mehr in die Schweiz

Alle Rekorde wurden auch bei den Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen in der Schweiz gebrochen. Sie erhöhten sich gegenüber 1999 um 10 Mrd. Franken oder um 56 Prozent auf 28 Mrd. Franken.

Massgebend war dabei die Grossübernahme der Algroup durch die kanadische Alcan. Insgesamt stiegen die ausländischen Investitionen in die Schweizer Industrie um 10 Mrd. Franken auf 13 Mrd. Franken.

Der Kapitalimport für Direktinvestitionen aus Nordamerika verdoppelte sich im Vorjahresvergleich auf 18 Mrd. Franken. Der ausländische Kapitalbestand in der Schweiz stieg um 10 Prozent auf 134 Mrd. Franken.

swissinfo und Agenturen

Artikel in dieser Story

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Diskutieren Sie mit!

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?