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Dalai Lama mobilisierte die Massen

Der Dalai Lama und zehntausend Menschen im Zürcher Hallenstadion. Keystone

Der Schweizer Auftritt des Oberhauptes der Tibeter war ein voller Erfolg. 30'000 Personen folgten den Unterweisungen des Dalai Lama.

Dieser Inhalt wurde am 12. August 2005 - 18:57 publiziert

Die Organisatoren rechnen mit einem Überschuss von rund 350'000 Franken. Das Geld soll karitativen Organisationen zugute kommen.

Mehrere zehntausend Personen haben die achttägigen Unterweisungen des Dalai Lama im Zürcher Hallenstadion besucht. Dieser verabschiedete sich am Freitag mit einer Langlebe-Zeremonie. Am Sonntag verlässt das Oberhaupt der Tibeter die Schweiz.

Die Veranstaltung "The Dalai Lama in Switzerland 2005" war gemäss den Organisatoren ein grosser Erfolg. Für die Unterweisungen wurden 7700 Wochenpässe verkauft, die auch von mehreren Personen benutzt werden konnten. Dazu kamen rund 9000 Tagespässe. Den öffentlichen Vortrag am letzten Sonntag besuchten 10'000 Personen.

Wege zum Glück

Insgesamt 30'000 Personen gingen ins Hallenstadion, um den Dalai Lama zu sehen und zu hören. Die Besucherinnen und Besucher stammten aus 44 Ländern. Rund 270 Journalistinnen und Journalisten aus dem In- und Ausland berichteten über den Anlass.

Im Hallenstadion, einer Sport- und Konzert-Arena, sprach der Dalai Lama über zwei seiner bevorzugten Texte des Buddhismus: "Bodhicaryavatara" (Einführung in den Weg des Bodhisattva) sowie "Bhavanakrama" (Mittlere Stufen der Meditation). Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie man ein glückliches, friedvolles und erfülltes Leben erreichen kann.

Den Schluss der Unterweisungen bildete die Langlebe-Zeremonie. Der traditionelle Abschluss ist jeweils mit dem Wunsch verbunden, dass Menschen, die Positives tun, möglichst lange leben sollen.

Überall grosses Interesse

Die Veranstaltung des Dalai Lama im Zürcher Hallenstadion war für seine Unterweisungstätigkeit aussergewöhnlich, weil er erstmals während acht Tagen im Westen unterrichtete. Gemäss den Organisatoren soll es dem Oberhaupt der Tibeter sehr gut gefallen haben in Zürich.

Der Besuch des Dalai Lama in der Schweiz sei auf ein riesiges Interesse gestossen, erklärte Diego Hangartner, Generalsekretär des Organisationskomitees. Der Publikumsaufmarsch sei nicht nur im Hallenstadion gross gewesen, sondern auch bei den Veranstaltungen an der Universität und der ETH in Zürich sowie im Kloster Einsiedeln, Kanton Schwyz.

Positive Erwähnung fand auch das Treffen zwischen dem Dalai Lama und dem Schweizer Innenminister Pascal Couchepin. "Wir sind froh, wenn Regierungen Interesse zeigen für die Situation in Tibet", sagte Kelsan Gyaltsen, Sonderbeauftragter des Dalai Lama für die Europäische Union.

Die chinesische Botschaft in Bern verurteilte das Treffen zwischen Couchepin und dem Dalai Lama und bezeichnete es als "antichinesische Aktivitäten unter dem Deckmantel der Religion".

350'000 Franken für gute Zwecke

Das Budget der Veranstaltung im Hallenstadion betrug etwa 3 Mio. Franken. Die Organisatoren rechnen mit einem Überschuss von rund 350'000 Franken.

Diesen Betrag will der Dalai Lama für gemeinnützige Zwecke verschiedenen Institutionen zukommen lassen. So geht ein Fünftel an karitative Stiftungen in der Schweiz. Der Rest verteilt sich auf internationale und tibetische Organisationen.

Nach dem offiziellen Ende der Unterweisungen hat der Dalai Lama am Freitagnachmittag im Zürcher Hallenstadion die schweizerische Tibeter-Gemeinschaft getroffen. Am Samstag hat er noch drei Termine, unter anderem im Tibeter-Kloster in Rikon, Kanton Zürich. Und am Sonntag reist der Dalai Lama zurück nach Indien, wo er im Exil lebt.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Der Dalai Lama, das spirituelle und politische Oberhaupt der Tibeter, gastierte vom 5. bis 12. August in Zürich.
Vor bis zu 30'000 Menschen aus 44 Ländern hielt er im Hallenstadion Unterweisungen in buddhistischer Meditation.
Es war dies die längste Zeit, die der Dalai Lama bisher ausserhalb Indiens gelehrt hat.
Er nahm auch an zwei wissenschaftlichen Symposien teil und traf in nicht offiziellem Rahmen mit Innenminister Pascal Couchepin zusammen.

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