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Crossair trotz Konflikt mit Piloten weiterhin auf Erfolgskurs

Crossair erwartet für das Gesamtjahr 1999 einen Gewinn, der "nur geringfügig" tiefer sein wird als das Rekordergebnis von 1998. Im letzten Jahr hatte Crossair einen um 47 Prozent auf 63,5 Mio. Fr. gesteigerten Gewinn ausgewiesen.

Dieser Inhalt wurde am 20. Dezember 1999 - 12:13 publiziert

Crossair erwartet für das Gesamtjahr 1999 einen Gewinn, der "nur geringfügig" tiefer sein wird als das Rekordergebnis von 1998. Im letzten Jahr hatte Crossair einen um 47 Prozent auf 63,5 Mio. Fr. gesteigerten Gewinn ausgewiesen.

Wie die Schweizer Fluggesellschaft Crossair am Montag (20.12.)im Weihnachtsbrief an Aktionäre und Mitarbeiter weiter schreibt, werde der Jahresumsatz dürfte gemäss Hochrechnung deutlich höher ausfallen als im Jahr zuvor und fast 1,2 Mrd. Fr. erreichen. 1998 kam Crossair auf einen Umsatz von 1,014 Mrd. Franken.

Die Gewinnaussichten im nächsten Jahr würden zu einem grossen Teil davon abhängen, wie sich die Treibstoffpreise entwickeln würden und ob sich das Ausmass der Verspätungsprobleme dieses Jahres fortsetzen werde, heisst es weiter im Schreiben.

Crossair hat in den ersten neun Monaten des Jahres 22 Prozent mehr Passagiere im Linienverkehr befördert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Umsatz stieg im Linienverkehr in diesem Zeitraum um 19 Prozent, im Charterverkehr um 23 Prozent. Crossair fliegt rund 100 Flughäfen überwiegend in Europa, Nordafrika und im Nahen Osten an.

Piloten kündigen Gesamtarbeitsvertrag

Die Crossair-Piloten haben den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) per Ende Juni 2000 gekündigt. Dies entschieden knapp 75 Prozent der CCP-Mitglieder an einer Urabstimmung. Die Crossair zeigt sich zu Verhandlungen bereit. Der Verband des Crossair Cockpit-Personals (CCP) leitet überdies ein Verfahren ein für die eventuelle frühere GAV-Kündigung. Darüber werde ein Schiedsgericht befinden, teilte der CCP am Sonntag mit. Zu den Arbeitsbedingungen ist ein arbeitsmedizinisches Gutachten geplant, wie CCP-Sprecher Yair Siegel Angaben der Presse bestätigte.

Als einen der Gründe für die Kündigung des GAV machte Siegel auf Anfrage eine unzulässige Einmischung der Geschäftsleitung in eine interne Gewerkschaftsabstimmung geltend. Grundsätzlich sei heute die Situation für das Cockpitpersonal vergleichsweise schlecht; der neue CCP-Vorstand wolle nun Druck aufsetzen für eine Lösung. Vom CCP her nennt Siegel drei Forderungen an die Crossair: Erstens müsse die Lohnliste revidiert werden; Ziel seien marktgerechte Löhne auf dem Niveau etwa von EasyJet oder Balair. Heute verdiene ein Kopilot im ersten Jahr netto 3099 Fr. im Monat (plus Gewinnbeteiligung und Spesen, aber bei zwölf Monatslöhnen). Der CCP verlange jedoch keine Swissair-Löhne, betont Siegel.

SRI und Agenturen

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