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Crossair-Gründer will Raucherwagen betreiben

Moritz Suter plant, spezielle Raucherwagen auf wichtigen SBB-Strecken wie Basel-Brig oder Zürich-Chiasso zu betreiben.

Dieser Inhalt wurde am 21. Juli 2005 - 15:42 publiziert

Einen entsprechenden Vorschlag hat der Crossair-Gründer und VR-Präsident der Airline Hello den Bundesbahnen unterbreitet.

Benedikt Weibel, Generaldirektor der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), habe Suters Schreiben erhalten, bestätigte SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz einen Bericht des Westschweizer Nachrichtenmagazins "L'Hebdo". Der Vorschlag werde im August an der nächsten Geschäftsleitungssitzung besprochen.

Zunächst müsse die technische Machbarkeit abgeklärt werden, betont Scherz. Es sei relativ schwierig, Extrawagen in den bestehenden Taktfahrplan einzufügen.

Dieser sieht eine sehr schnelle Rotation der Bahneinheiten vor. Einige Zugkompositionen hätten überdies bereits heute ihre maximale Länge erreicht.

Pauschalbetrag für Waggons

Das Rollmaterial könnte Suter von den SBB chartern. Die Nutzung wird dabei mit einem Pauschalbetrag abgegolten, der auch laufende Kosten wie technischen Unterhalt oder Reinigung umfasst. Den eigentlichen Betrieb müsste Suter jedoch unter einem eigenen Firmennamen führen.

Deshalb hätte der ehemalige Crossair-Patron bei der Preisgestaltung seiner Tickets auch freie Hand. Es sei möglich, Verkauf und Vertrieb solcher Extrabillets über das bestehende SBB-Vertriebsnetz abzuwickeln.

Scherz geht allerdings davon aus, dass solche Raucherwagen nur auf wenigen Strecken wirklich rentieren. Die SBB habe die Erfahrung gemacht, dass häufig sogar Raucher lieber im Nichtraucher-Abteil Zug fahren.

Generelles Rauchverbot

Suters Vorschlag sieht vor, auf den grossen, wirtschaftlich rentablen Strecken wie Genf-Romanshorn, Basel-Bern-Brig oder Zürich-Chiasso Raucherwagen für die erste und zweite Klasse zu betreiben.

Ein generelles Rauchverbot in Schweizer Zügen, Bussen und Schiffen gilt auf den kommenden Fahrplanwechsel am 11. Dezember. Darauf hat sich der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) im Juni geeinigt.

swissinfo und Agenturen

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