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Credit Suisse schreibt schwarze Zahlen

Keystone

Während die Grossbank UBS letzte Woche an der Generalversammlung erneut Milliardenverluste vermeldete, verzeichnete die Credit Suisse im ersten Quartal 2009 einen Reingewinn von 2 Mrd. Franken und einen Zufluss von neuen Geldern von 11,4 Mrd. Franken.

Dieser Inhalt wurde am 23. April 2009 - 08:36 publiziert

Die Kernkapitalquote der zweitgrössten Schweizer Bank erhöhte sich damit auf 14,1 Prozent, verglichen mit 13,3 Prozent Ende letzten Jahres.

Konzernchef Brady Dougan zeigte sich laut der Mitteilung über das erzielte Ergebnis sehr erfreut und führte es auf die klare Strategie und das integrierte Geschäftsmodell zurück.

Die Quartalszahlen der Grossbank übertreffen die Erwartungen der Finanzanalysten deutlich und heben sich auch von der Lokalkonkurrentin UBS ab, die im ersten Quartal einen weiteren Milliardenverlust erlitt. Im Vorjahresquartal hatte die Credit Suisse noch einen Verlust von 2,1 Mrd. Franken geschrieben.

Investment Bank wieder profitabel

Wieder profitabel war insbesondere die Investment Bank. Hier erzielte die CS einen Vorsteuergewinn von 2,41 Mrd. Franken, wie die Grossbank mitteilte. Im letzten Quartal 2008 wurde allein in der Investment Bank noch ein Verlust von 7,46 Mrd. Franken ausgewiesen.

Ein hohes Ertragswachstum und Marktanteilsgewinne im Kerngeschäft mit Kunden hätten zu guten Kapitalrenditen bei geringen Risiken geführt.

Dennoch musste die CS im Investment Banking auch Abschreibungen hinnehmen: Bei den Risikopositionen bei Geschäftshypotheken (CMBS) beliefen sie sich auf 1,4 Mrd. Franken. Aufgrund von Wertsteigerungen in anderen Bereichen betrugen die Wertberichtigungen netto 938 Mio. Franken.

Geschäft mit den Reichen

Einen höheren Gewinn als im Vorquartal erzielte die CS auch im Private Banking, der Vermögensverwaltung für Private. Rund zwei Drittel des Vorsteuergewinns von 992 Mio. Franken stammen dabei aus dem Wealth Management, dem Geschäft für sehr Reiche.

346 Mio. Franken verdiente die CS im Corporate- und Retail-Banking. Der Neugeldzufluss im Wealth Management betrug 1,4 Mrd. Franken, jener beim Corporate- und Retail-Banking 2,4 Mrd. Franken.

Im Asset Management, der Vermögensverwaltung für Institutionelle, verbuchte die Credit Suisse dagegen einen Vorsteuerverlust von 490 Mio. Franken, der namentlich auf nicht realisierte Anlageverluste im Zusammenhang mit Private-Equity-Positionen zurückzuführen ist, wie die CS im Communiqué schreibt. Zudem musste die CS im Asset Management einen Vermögensabfluss von 3,5 Mrd. Franken hinnehmen.

Zuversichtlich für Zukunft

Trotz dem schwierigen Marktumfeld zeigt sich Brady Dougan für die nahe Zukunft optimistisch: "Wir sind zuversichtlich für die Geschäftsaussichten der Credit Suisse, besonders im Branchenkontext." Das umsichtige Verhalten im veränderten Marktumfeld habe sich im ersten Quartal bezahlt gemacht, die Credit Suisse werde weiterhin vorsichtig agieren.

"Wir schliessen anhaltend volatile Märkte oder gar Marktverwerfungen nicht aus", sagt Dougan weiter. Die Credit Suisse glaube aber, gut aufgestellt zu sein, sowohl für solche Herausforderungen als auch für das Nutzen von Chancen im Markt.

Nachdem die Credit Suisse das unerwartet gute Ergebnis für das erste Quartal bekannt gegeben hatte, legte die Aktie der Grossbank an der Schweizer Börse kräftig zu. Der Titel startete am Donnerstag mit einem Plus von 5,5 Prozent in den Handel.

swissinfo und Agenturen

Stellenabbau

Am 4. Dezember 2008 kündigte die Credit Suisse den Abbau von 5300 Stellen ab, davon bis Mitte 2009 rund 600 bis 650 allein in der Schweiz.

Insgesamt reduziert die Schweizer Grossbank ihren Personalbestand damit um 10 Prozent.

Durch die Aufhebung gewisser Zusammenarbeiten mit externen Firmen sind weitere 1400 Personen betroffen.

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