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CH/ComCom senkt die Preise für Entbündelung und Interkonnektion

Dieser Inhalt wurde am 14. Dezember 2010 - 10:17 publiziert

Bern (awp) - Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) senkt den Preis für die Entbündelung der letzten Meile für die Jahre 2009 und 2010 erneut. Zudem reduziert sie auch die Preise für die Kollokation und die Interkonnektion, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.
Für den Zugang zur letzten Meile machte die Swisscom für die Jahre 2009 und 2010 einen monatlichen Mietpreis von 18,80 respektive 18,40 CHF geltend. Gegen diese Preise wehrte sich Sunrise bei der ComCom und verlangte eine Überprüfung, ob die Preise kostenorientiert seien. Gestützt auf umfangreiche Kostenanalysen und Preisberechnungen, die das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) durchführte, senke die ComCom nun den monatlichen Preis für die Entbündelung einer Hausanschlussleitung für das Jahr 2009 auf 17,30 und für 2010 auf 16,70 CHF.
Diese Mietpreise für die Anschlussleitung werden somit um 8-9% gesenkt. Bereits im Jahr 2008 hatte die ComCom den Entbündelungspreis stark reduziert und auf einem kostenorientierten Niveau festgelegt (18,18 CHF für 2008). Der von der ComCom festgelegte Entbündelungspreis liegt rund 4 CHF über dem europäischen Mittel.
Damit die Konkurrenten von Swisscom Anschlussleitungen entbündeln können, müssen sie ihre eigenen Geräte in den Anschlusszentralen installieren und selbst betreiben. Dies bezeichnet man als "Kollokation". Auch in diesem Bereich habe die ComCom nun die Preise erneut gesenkt. Insbesondere habe sich herausgestellt, dass ein geltend gemachter Kostenzuschlag für die Belüftung nicht gerechtfertigt gewesen sei. Zudem habe die ComCom für das Jahr 2009 Korrekturen am Strompreis vorgenommen.
Bei den Interkonnektionspreisen handelt es sich um eine Abgeltung für die Nutzung des Festnetzes der Swisscom zur Durchleitung von Telefonanrufen. Bereits im Jahr 2007 senkte die ComCom diese Preise für die Jahre 2004-2006 deutlich. Im Herbst 2008 korrigierte sie die von Swisscom verlangten Preise ein weiteres Mal um 25-30% nach unten. Nun erfolge auch für die Preise 2009 und 2010 eine leichte Senkung. Davon seien insbesondere die Preise für die am häufigsten nachgefragten Dienste, bei denen nach Nutzung abgerechnet wird ("usage charges"), betroffen. Im Festnetzbereich zählen die Interkonnektionspreise damit laut ComCom nach wie vor zu den tiefsten in Europa.
Die Preise werden nach Ablauf der Beschwerdefrist von 30 Tagen rechtsgültig, sofern keine der Verfahrensparteien Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einlegt.
uh/gab

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