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CH/Bei Innovationen weltweit an der Spitze

Dieser Inhalt wurde am 08. März 2010 - 15:50 publiziert

Bern (awp/sda) - Die Schweiz liegt bei Innovationen weltweit an der Spitze. Die anhaltend schwache Konjunktur dürfte die Innovationstätigkeit der Schweiz jedoch erheblich schwächen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Montag mit.
Die Innovationsleistung folge der Konjunktur mit geringer Verzögerung. In schlechten Zeiten schwänden die Eigenmittel der Unternehmen, die meist zur Finanzierung von Innovationsaktivitäten herangezogen werden.
Somit sei die Innovationstätigkeit der Schweiz bereits heute rückläufig. Eine Fortsetzung dieser Entwicklung werde das Wachstumspotential der Schweizer Wirtschaft mittelfristig beeinträchtigen, hiess es weiter.
Viele EU-Länder wie insbesondere Finnland, Dänemark, Belgien und Deutschland hätten in den letzten zehn Jahren gegenüber der Schweiz Boden gut gemacht. Dies sei einerseits auf Fortschritte im Ausland zurückzuführen.
Noch mehr ins Gewicht falle aber die Abnahme der Innovationstätigkeit der Schweiz in der Industrie (in den 1990-er Jahren) und im Dienstleistungssektor (frühe 2000er-Jahre). Seither habe sich der Vorsprung der Schweiz zwar stabilisiert. Er sei aber zum Teil nur noch klein.
Das Innovationsklima in der Schweiz sei zwar günstig. Ein ungelöstes Problem bleibe aber der Mangel an qualifiziertem Personal. Dieser sei trotz starker Zuwanderung aus dem EU-Raum während des letzten wirtschaftlichen Aufschwungs zu einem Bremsfaktor geworden, hiess es weiter.
Ein weiteres Problem seien Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Innovationen. Kleineren Unternehmen fehlten nach wie vor die nötigen Eigenmittel.
Die Daten für die Studie hatte die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich kurz vor der Wirtschaftskrise im Herbst 2008 bei 6000 Unternehmen erhoben. Die nächste Innovationserhebung wird im Jahr 2011 veröffentlicht.
rt

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