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Celesio-Chef rechnet auch 2011 mit Belastungen - Weiterhin externes Wachstum

Dieser Inhalt wurde am 08. Dezember 2010 - 10:02 publiziert

STUTTGART (awp international) - Der Pharmahändler Celesio rechnet auch im kommenden Jahr aufgrund staatlicher Massnahmen im Gesundheitsmarkt mit Belastungen. "Wie hoch diese schlussendlich sein werden, lässt sich heute noch nicht absehen", sagte Unternehmenschef Fritz Oesterle am Dienstagabend in Stuttgart. Im laufenden Geschäftsjahr dürften staatliche Eingriffe das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um mehr als 60 Millionen Euro drücken. Vor allem erwartet Oesterle negative Auswirkungen aus der vom Bundestag erst jüngst verabschiedeten Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG).
Celesio will auch zukünftig über Übernahmen wachsen. In den beiden grösseren Sparten - Pharmagrosshandel und Apotheken - will sich das mehrheitlich zum Mischkonzern Haniel gehörende Unternehmen aber nur noch in Märkten umsehen, in denen der Pharmamarkt nicht vom Staat reguliert ist. "Indien ist sicherlich ein interessanter Markt", sagte Vorstand Michael Lonsert am Dienstagabend in Stuttgart. "Ich kann mir gut vorstellen, dass wir dort Fuss fassen."
Celesio bietet in Indien bereits Dienstleistungen für Pharmaunternehmen an. Weniger attraktiv für die Stuttgarter ist hingegen China. Der Markt dort sei noch reguliert, erklärte Unternehmenschef Fritz Oesterle. Erst im vergangenen Jahr hat das Stuttgarter Unternehmen erstmals den Sprung nach Übersee gewagt und den grössten Pharmagrosshändler Brasiliens Panpharma übernommen./mne/tw

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