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Canyoning im Saxetbach wieder möglich

Im Saxetbach können wieder Canyoning-Touren durchgeführt werden. Keystone

Fast ein Jahr nach dem Unglück im Saxetbach werden ab Juni wieder Canyoning-Touren in der Schlucht bei Interlaken durchgeführt. Dem Wunsch der vom Unglück betroffenen Angehörigen, einen Memorial-Park einzurichten, wird hingegen nicht entsprochen.

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2000 - 12:38 publiziert

Dies gaben Vertreter von Bund, Kanton Bern, Gemeinde Wilderswil, Berner Oberland Tourismus und der Canyoning-Anbieter am Dienstag (30.05.) nach einer Lagebeurteilung bekannt. Bei der Lagebeurteilung wurde auch die Auflösung der Firma Adventure World zur Kenntnis genommen.

Diese Firma hatte die Unglückstour vom 27. Juli letzten Jahres organisiert, bei der im Saxetbach 21 Menschen ums Leben gekommen waren. Die Behörden gaben dem Unternehmen Alpin Raft aber gleichzeitig grünes Licht, ab Donnerstag (01.06.) wieder Canyoning-Touren in der Unglücksschlucht durchzuführen.

Die Angehörigen der australischen Opfer seien von der Firma direkt informiert worden, teilten die Behörden weiter mit. Für die Ausbildung der Canyoning-Guides sprach das kantonale Amt für wirtschaftliche Entwicklung einmalige Beiträge aus dem Tourismusfonds zu.

Dem Wunsch der betroffenen Angehörigen, das Gebiet des Saxetbaches in einen umfassenden Memorial-Park zu verwandeln, könne in diesem Umfang jedoch nicht berücksichtigt werden, hiess es weiter. Die Behörden verständen das Anliegen der Angehörigen, hielten jedoch dessen Umsetzung für nicht realisierbar.

Abklärungen, den Ort rund um den Gedenkstein in einen kleinen Park zu erweitern, würden jedoch auf Gemeindeebene vorgenommen.

Adventure World und Alpin Raft hatten ursprünglich bereits Anfang Mai wieder Caynoning-Touren im Saxetbach anbieten wollen, waren aber von den Behörden gebremst worden. Am 13. Mai stürzte ein 22-jähriger Amerikaner beim Bungee-Jumping im Berner Oberland in den Tod, weil Mitarbeiter von Adventure World ein Seil verwechselt hatten. Das Unternehmen stellte nach diesem zweiten schweren Unglück innert Jahresfrist alle Aktivitäten ein.

swissinfo und Agenturen

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