Navigation

Bundesrat budgetiert Defizit von 100 Mio. Franken für 2001

Laut Kaspar Villiger (r.) rechnet der Bundesrat in den folgenden Jahren mit Einnahmenüberschüssen. Keystone

Die Bundeskasse rechnet für das nächste Jahr mit einem geringen Defizit von 100 Mio. Franken und ab 2002 mit Überschüssen. Laut Finanzminister Kaspar Villiger ist damit das Haushaltsziel erreicht und die erste Sanierungs-Bewährungsprobe bestanden.

Dieser Inhalt wurde am 30. August 2000 - 15:19 publiziert

Die Landesregierung hat Voranschlag und Finanzplan am Mittwoch (30.08.) verabschiedet. Dank Hochkonjunktur und Ausgabendisziplin habe sich die Lage signifikant gebessert, freute sich Villiger vor den Medien. Die Einnahmen hätten wesentlich nach oben korrigiert werden können, und in allen Aufgabebereichen sei das Wachstum moderat.

Nach dem geringen Defizit von 100 Mio. Franken erwartet der Bundesrat in den folgenden Jahren mit Einnahmenüberschüssen von 200 Mio. (2002), von 1,1 Mrd. (2003) und von 1,3 Mrd. Franken (2004). Verglichen mit dem "riesigen roten Tal" der bisherigen Defizite seien diese Überschüsse eher bescheiden, sagte Villiger.

Der Schweizer Finanzminister wollte am Mittwoch (30.08.) eigentlich ein tadellos ausgeglichenes Budget 2001 präsentieren. Deshalb beauftragte er den Bundesrat vor einer Woche, zusätzliche Sparanstrengungen von 200 Mio. Franken vorzunehmen.

Diese Übung ist nicht ganz geglückt; der Bundesrat fand lediglich 100 Mio., die er noch einsparen konnte. Damit kommt das Budget 2001 mit dem Schönheitsfehler von einem laut Villiger "leisen" Defizit von 100 Mio. Franken daher, dies bei Ausgaben von 49,1 Mrd. Franken und Einnahmen von 49,0 Mrd. Franken.

UMTS-Lizenzen

Der Finanzminister zeigte sich trotzdem zufrieden und sprach von einem ausgeglichenen Budget. Nicht einberechnet sind die Einnahmen aus der Versteigerung der Telefonlizenzen (UMTS). Diese sollen zum Schuldenabbau verwendet werden.

Allerdings wurden diese ausserordentlichen Einnahmen bei den Passivzinsen bereits berücksichtigt. Gerechnet wird mit rund vier Milliarden Franken, weit weniger als in Deutschland und Grossbritannien.

Budgetposten wachsen "moderat"

Die Budget- und Finanzplanzahlen beruhen auf den Annahmen einer konsolidierten Wirtschaftsentwicklung, einer Arbeitslosenquote von 1,8 Prozent respektive 65'000 Arbeitslosen, einer Teuerung von 1,75 Prozent sowie leicht steigenden Zinssätzen. Das Budget 2001 geht neben einer Teuerung von 1,75 Prozent zudem von einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent aus.

Einzelne Budgetposten wachsen laut Villiger moderater, so die soziale Wohlfahrt mit 2,2 Prozent, der Verkehr inklusive neue Alpenbahn Neat mit 3,1 Prozent, die Bildung und Grundlagenforschung mit 3,2 Prozent und die Landwirtschaft mit 0,2 Prozent.

swissinfo und Agenturen

Artikel in dieser Story

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Diskutieren Sie mit!

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?