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Bundesrätin Dreifuss ruft zu gemeinsamen Massnahmen gegen Rassismus auf

Bundesrätin Ruth Dreifuss (Bild) hat am Holocaust-Forum in Stockholm die Staaten zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus und Aufstachelung zur Gewalt aufgerufen. Gemeinsame Massnahmen seien notwendig.

Dieser Inhalt wurde am 27. Januar 2000 - 16:20 publiziert

Bundesrätin Ruth Dreifuss (Bild) hat am Holocaust-Forum in Stockholm die Staaten zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus und Aufstachelung zur Gewalt aufgerufen. Jedes Land müsse sich der eigenen Geschichte stellen, andererseits seien gemeinsame Massnahmen notwendig.

"Die Grauen der Shoa, die erlittenen und zugefügten Grausamkeiten, die Erinnerung an die Opfer müssen in unserem Gedächtnis präsent bleiben", sagte Bundesrätin Dreifuss am Donnerstag (27.01.) am Internationalen Forum über den Holocaust in Stockholm. Jedes Land müsse daher zunächst einmal seine eigene Geschichte aufarbeiten und in eine breite Diskussion einbetten. Wachsamer sein und die Lehren aus der Vergangenheit ziehen seien beispielsweise das Ziel, das sich die Schweiz mit dem Einsatz der unabhängigen Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg unter der Leitung von Jean-Francois Bergier gesetzt habe.

Eine vorrangige Bedeutung kommt laut Dreifuss dem Bildungsbereich zu. Keine Schülerin und kein Schüler dürfe seine Schullaufbahn absolvieren, ohne erfahren zu haben, warum und wie Ausgrenzung und Rassismus die Demokratie unterminieren und letzte die ganze Gesellschaft zerstören, sagte sie. Der internationale Erfahrungsaustausch im Bildungsbereich könne dazu dienen, pädagogische Hilfsmittel zu verbessern und weiter zu entwickeln.

Im Zentrum der internationalen Zusammenarbeit muss laut Dreifuss die Bekämpfung der Verbreitung von rassistischen Thesen, Aufrufen zum Hass und zur Diskriminierung im Internet stehen. Das World-Wide-Web werde immer mehr als grenzüberschreitendes Verbreitungsmittel für derartige Ideen verwendet. Es gestatte den Verfechtern solcher Thesen, sich in Netzen zu organisieren, ihre Produkte durch den elektronischen Handel zu fördern und ihre subversiven Tätigkeiten zu koordinieren. "Nur durch eine internationale enge Zusammenarbeit lässt sich ein solches Angebot und seine Nutzung bekämpfen, indem die rechtlichen Instrumente bereit gestellt werden, die für diesen Kampf unerlässlich sind", sagte Dreifuss.

SRI und Agenturen

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