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Bundesamt für Veterinärwesen weist Hormone in Importfleisch nach

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) hat im letzten Jahr bei fünf von 216 Fleischproben aus dem Ausland Rückstände von in der Schweiz verbotenen Wachstumshormonen festgestellt. Schweizer Fleisch gab gemäss BVET zu keinen Beanstandungen Anlass.

Dieser Inhalt wurde am 09. Februar 2000 - 16:57 publiziert

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) hat im letzten Jahr bei fünf von 216 Fleischproben aus dem Ausland Rückstände von in der Schweiz verbotenen Wachstumshormonen festgestellt. Schweizer Fleisch gab zu keinen Beanstandungen Anlass, wie das BVET am Mittwoch (09.02.) mitteilte.

Nach der Diskussion zwischen der Europäischen Union EU und den USA um Fleisch von hormonbehandelten Tieren hat das BVET vermehrt Importe untersucht. Dabei wurden Fleischproben von 21 Lieferanten aus den USA, Südafrika, Namibia, Uruguay, Brasilien, Frankreich, Italien und den Niederlanden analysiert.

Zwei Proben aus den USA wiesen Spuren des synthetischen Hormons Diethylstilbestrol (DES) auf, für das Nulltoleranz gilt. In drei Kalbfleischproben aus den Niederlanden wurde der Grenzwert für Clenbuterol, einem so genannten Beta- Agonisten, überschritten, teilte das BVET am Mittwoch mit.

Die in der Schweiz angewandten, laut BVET sehr empfindlichen Methoden der Analytik wiesen in insgesamt 70 von 216 Proben Spuren von Substanzen nach, welche hier zu Lande als Wachstumsförderer verboten sind. Doch lag die Menge 4- bis 200-fach unter den vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) festgelegten Toleranzwerten.

Bei solchen Werten sei kein negativer Einfluss auf die Gesundheit des Menschen zu befürchten. DES gelte dagegen als potentiell krebserregend, Clenbuterol werde als Dopingmittel gebraucht, war beim BVET zu erfahren.

Schweizer Fleisch in Ordnung

Lieferanten, deren Sendungen nicht den schweizerischen Vorschriften entsprechen, werden entweder von der Liste der zugelassenen Exporteure gestrichen oder besonderen Auflagen unterworfen. Regelmässig werden auch in Schweizer Schlachthöfen Kontrollen durchgeführt. 1999 kam es zu keinen Beanstandungen.

SRI und Agenturen

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