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Bund kann nicht Gross-Aktionär einer Airline sein

Keystone

Bundesrat Pascal Couchepin sieht den Bund nicht als Grossaktionär einer schweizerischen Airline. Dazu eigne sich der Staat noch viel weniger als die Banken. Damit lehnte er ein Bankenangebot für eine 30-Prozent-Beteiligung an Crossair ab.

Dieser Inhalt wurde am 07. Oktober 2001 - 10:36 publiziert

Die 450 Millionen des Bundes an die Swissair verteidigte der sonst Staats-Interventionen gegenüber skeptische Volkswirtschaftsminister in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Diese lägen im langfristigen Interesse des Landes. Die Schweiz brauche eine gute Fluginfrastruktur.

Eine Bundesbeteiligung an der Crossair von 30 Prozent, wie dies die Banken vorschlugen, lehnte Couchepin ab. Realistischerweise habe es für ihn immer nur zwei Lösungen gegeben: jene von UBS und CS mit der Crossair oder Nachlass-Stundung für den ganzen Konzern inklusive Crossair.

Mit der Nachlassstundung für den Gesamtkonzern hätte man eine Rettung der alten Swissair versuchen können. Die Risiken dieser Lösung seien aber zu hoch. Zudem hätte dies bereits vor der Nachlass-Stundung eingeleitet werden müssen. Auf den Zeitpunkt des Eingreifens des Bundesrates angesprochen, verwies Couchepin auf den geringen Aktienanteil der Eidgenossenschaft von 3,1 Prozent.

Die politischen Auswirkungen des Swissai-Debakels auf die Liberalisierungs- und Privatisierungsvorhaben des Bundes hält Couchepin für gering. Klar sei, dass jetzt aus den Trümmern der Swissair ideologisch Kapital geschlagen werde. Aber gerade beim derzeit anstehenden Elektrizitätsmarkt-Gesetz gehe es nicht um Privatisierung sondern um Marktöffnung.

swissinfo und Agenturen

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