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Bruno Kernen holt Abfahrt-Bronze

Bruno Kernen auf seiner Edelmetallfahrt in St. Moritz. swissinfo.ch

Endlich: In der Abfahrt der Männer, im vierten Rennen an den Weltmeisterschaften in St. Moritz, holte Bruno Kernen als Dritter die erste Medaille für die Schweiz. Überlegener Sieger wurde der Österreicher Michael Walchhofer.

Dieser Inhalt wurde am 08. Februar 2003 - 14:37 publiziert

Silber ging an den Norweger Kjetil André Aamodt, der auf Walchhofer eine halbe Sekunde einbüsste.

Undankbarer Vierter wurde Didier Cuche, der auf den drittklassierten Kernen 0,16 Sekunden verlor. Der grosse Favorit und Saison-Dominator Stephan Eberharter (Ö) belegte nur Rang 5.

Die 38'000 Zuschauer erlebten eine ungemein spannende Abfahrt, in der es lange so aussah, als würde ein grossartiger Schweizer Triumph Tatsache. Nach der Startnummer 30 lagen mit Bruno Kernen und Didier Cuche zwei Schweizer vorne, Eberharter war zu diesem Zeitpunkt bereits geschlagen.

Mehrere österreichische Trümpfe

Doch dann kam eben mit der Nummer 31 Michael Walchhofer, der einstige Slalom-Spezialist, der sich mit deutlichem Vorsprung an die Spitze setzte und diese nicht mehr abgab. Auch der Norweger Kjetil André Aamodt (Nummer 32) schob sich noch vor die beiden Schweizer. Immerhin: Weder Hermann Maier noch die anderen Stars konnten verhindern, dass Bruno Kernen die Bronzemedaille gewann.

Bruno Kernen krönte mit der ersten Schweizer Medaille an den St. Moritzer Titelkämpfen seine grossartige Saison. Am Lauberhorn hatte Kernen erstmals nach sieben Jahren wieder einen Weltcupsieg errungen, und in St. Moritz holte sich der Berner Oberländer nun erstmals nach 1997 auch wieder eine Medaille, die dritte seiner Karriere. In Sestriere, vor sechs Jahren, hatte er neben Gold in der Abfahrt auch Silber in der Kombination errungen. Der Medaillensatz ist nun komplett.

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swissinfo und Agenturen

Fakten

Die Herrenabfahrts-Piste heisst Corviglia (Aus dem Romanischen für Bergdohle).
Pistenlänge 2'989 Meter.
Starthöhe: 2840 Meter.
Zielhöhe: 2040 Meter.
Kurssetzer: der Italiener Helmut Schmalzl.

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In Kürze

Eine Abfahrtspiste hat zahlreiche Schlüsselstellen, die alle Namen tragen.
Auf der Piste Corviglia hat es:
Willy's Gate: Das erste Tor ist nach dem Startabschnittschef Willy Bassin benannt
Freier Fall: Der steilste und längste Starthang der Welt. 100% Gefälle (45 Grad). Beschleunigung 0 - 137 km/h in 7 Sekunden.
Cürva: Romanisch-italienischer Dialekt für Kurve
Lanigiro: Rückwärts gelesen "Original". So hiess in den 30er Jahren die Konkurrenz-Bigband zu Teddy Stauffers Original Teddys..
Tschainas: Aus dem Romanischen für Abendweide
Alp Giop (Wachholderstrauch): Hier fährt der Fahrer bei einer kleinen Alphütte vorbei.
Rominger: Der Sprung wurde nach dem vierfachen einheimischen Weltmeister der 30er Jahre Rudolf Rominger benannt.
Lärchensprung: Die Abfahrtspiste liegt über der Waldgrenze. Nur eine markante Lärche trotzt der Höhe. Von hier sieht der Fahrer das Ziel in Salastrains.

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