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Berner finden Marsmeteorit

Aus einem Meteoritenregen - wie hier in Thailand - ist auch das Marsgestein zur Erde gerast. Keystone

Ein Schweizer Forscherteam hat in der Wüste von Oman einen Marsmeteoriten entdeckt. Abgesehen von Funden in der Antarktis, handelt es sich bei dem 223 Gramm schweren Gesteinsstück um den einzigen der Wissenschaft zur Verfügung stehenden Marsmeteoriten.

Dieser Inhalt wurde am 15. Juni 2001 - 10:16 publiziert

Von den gegen 20'000 Meteoriten sind heute nur gerade 18 vom Mars bekannt, wie das mineralogisch-petrographische Institut der Universität Bern mitteilte. Sie werden auf dem Markt zu rund 1'500 Franken pro Gramm gehandelt und sind vor allem für die Forschung wertvoll.

Für die geologische Erkundung des Planten Mars und die Suche nach Lebensspuren sind Meteoriten noch für mindestens die nächsten zehn Jahre das einzige materielle Untersuchungsmaterial. Wenn dann, so um 2012 mal eine Marssonde Material von dort zurückbringt, sollen dann rund 500 Gramm Mars auf der Erde zur Verfügung stehen. Diese müssen aber mit einem finanziellen Aufwand in Milliardenhöhe vom Original-Schauplatz geholt werden.

Deshalb......

...kommt dem in Oman gefunden Marsmeteoriten "Sayh al Uhaymir 094" gemäss den Geologen der Universität Bern und des Naturhistorischen Museums Bern eine besondere Bedeutung zu. Jeder einzelne Brocken gebe neue Hinweise auf die Entstehung und Entwicklung des Nachbarplaneten der Erde.

Zudem stellten Marsmeteoriten potentielle "Raumschiffe" für Mikroorganismen dar. Der gefunden Meteorit ist bis zu sieben Zentimeter lang. Es handelt sich um einen Gesteinsbrocken, ähnlich wie erstarrte, vulkanische Lava auf der Erde.

Weg vom Schwerefeld des Mars

Bruchstücke des Planten Mars können auf natürliche Weise auf die Erde gelangen, wie das Forscherteam weiter ausführte. Beim Einschlag grosser Meteoriten auf dem Mars werden Krater gebildet. Gesteine nahe der Oberfläche können dabei mit sehr hoher Geschwindigkeit ausgeworfen werden.

Damit ein Gesteinsstück dem Schwerefeld des Mars entweichen kann, ist eine Geschwindigkeit von mindestens fünf Kilometern pro Sekunde nötig. Das entspricht fast 20'000 Kilometern pro Stunde. Dann begeben sie sich auf eine lange Reise und wenn das Schicksal es will, schlagen sie sogar auf der Erde auf (wo sie ein Berner Forscherteam findet), ohne, dass alles Material in der Erdatmosphäre verglüht.

swissinfo und Agenturen

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