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Batigroup schreibt im ersten Halbjahr rote Zahlen

Die Batigroup kämpft mit Ertragsproblemen. Keystone

Der Schweizer Baukonzern Batigroup hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 25,7 Mio. Franken erlitten. Dies sind rund 9,9 Mio. Franken mehr als im Vorjahr. Der nichtkonsolidierte Bruttoumsatz nahm dagegen um 25,1 Prozent auf 570,6 Mio. Franken zu.

Dieser Inhalt wurde am 15. Oktober 2000 - 14:01 publiziert

Batigroup-Geschäftsleiter (CEO) Werner Helfenstein bestätigte am Sonntag (15.10.) auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der "SonntagsZeitung".

Batigroup hätte die Halbjahreszahlen eigentlich erst an der Medienkonferenz vom kommenden Dienstag (17.10.) veröffentlichen wollen. "Wo das Informationsleck ist, konnte noch nicht festgestellt werden", sagte Helfenstein.

Probleme in Deutschland und Zürich

Grund für die hohen Verluste seien anhaltende Ertragsprobleme im Baugeschäft in Deutschland und ein Wohnbauprojekt im Raum Zürich, erklärte Helfenstein.

Verwaltungsrat und die Gruppenleitung hätten sich entschlossen, sich aus den verlustbringenden Bauprojekten zurück zu ziehen und die nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften entgegen früherer Angaben wenn nötig auch mit Verlust zu verkaufen.

Nichts zu tun haben die Verluste mit dem Streit zwischen der Expo.02 und Batigroup wegen der Sicherheit der Pfähle der Ausstellungs-Plattformen (Arteplages), wie Helfenstein weiter sagte. Auch bestritt er erneut, dass der Abgang von Finanzchef Gerhard Mahrle mit dem Geschäftsgang in Zusammenhang stehe.

Wie die "SonntagsZeitung" weiter schrieb, gingen die flüssigen Mittel der Batigroup von 46,8 Mio. Franken auf 2,4 Mio. Franken zurück. Der Cashflow sank von minus 2 Mio. Franken auf minus 11,8 Mio. Franken. Die Eigenkapitalquote nahm von 19,5 Prozent auf 25,5 Prozent zu.

Massnahmenkatalog in Vorbereitung

Am kommenden Dienstag wolle die Batigroup an ihrer Bilanzmedienkonferenz detailliert über Massnahmen orientieren, ergänzte Helfenstein. Er verwies gegenüber der Nachrichtenagentur sda darauf, dass die vor drei Jahren durch eine Fünfer-Fusion entstandene Batigroup nach der Baukrise der 90-Jahre die Margen habe erhöhen können. Auch habe der Umsatz inzwischen wieder deutlich zugenommen. "Der Batigroup geht es nicht schlecht", betonte er.

Auch könne aus den Zahlen des ersten Halbjahres nicht auf das ganze Jahr geschlossen werden, da im zweiten Halbjahr üblicherweise mehr Erträge anfielen. So hatte Batigroup im vergangenen Jahr nach einem Halbjahresverlust von 15,8 Mio. Franken einen Gewinn von 2,5 Mio. Franken erzielt, was allerdings nicht als befriedigend bezeichnet worden war.

swissinfo und Agenturen

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