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Basel wartet auf die Krönung des Champions

Swiss Indoors: Federer zurück in Basel, nach zweimaliger Abwesenheit Keystone

Nachdem Roger Federer die Swiss Indoors die letzten beiden Male wegen Verletzungen verpasst hat, versucht der Weltranglisten-Erste, seinem "Heimturnier" diesmal den Stempel aufzudrücken.

Dieser Inhalt wurde am 21. Oktober 2006 - 00:03 publiziert

Die Basler Siegerliste umfasst Tennis-Grössen wie Björn Borg, Guillermo Villas, Ivan Lendl, Yannick Noah, Stefan Edberg, Jim Courier, John McEnroe, Boris Becker und Pete Sampras.

Seit dem Aufstieg von Roger Federer an die Spitze des internationalen Tennis Anfang Februar 2004 kommt stets zur Sprache, wann der Champion aus Basel endlich auch "sein" Turnier in "seiner" Stadt gewinnen wird.

Sieger von neun ATP-Turnieren, jüngst im September auch des US Open, eilt Federer von Erfolg zu Erfolg. Mit knapp 25 Jahren beherrscht er das Herrentennis wie kaum eine der Tennis-Grössen zuvor.

Doch es fehlen noch zwei grosse Anlässe, die Federer für seinen glänzenden Weg an die Spitze der Hitliste am Herzen liegen: Roland-Garros und die Swiss Indoors.

Roland-Garros in Paris ist das einzige der vier Grand-Slam-Turniere, das er bisher noch nie gewonnen hat. Und die Swiss Indoors, weil es in seiner Geburtsstadt stattfindet, wo Federer schon als Kind die ersten Bälle einsammeln half.

Bodenprobleme

Im Finale in Basel 2000 (synthetischen Taraflex-Belag) und 2001 und jeweils in Paris auf Sand hat Federer bisher den Dreh noch nicht herausgefunden, wie er sich mit der jeweiligen Unterlage anfreunden könnte.

Während der beiden letzten Swiss-Indoors-Turniere war er verletzt. Dieses Jahr nun kehrt die weltweite Nummer 1 mit "gestauten" Ambitionen zurück.

"Seit geraumer Zeit hoffen alle, dass sich Federer hier durchsetzt", sagt Roger Brennwald, Direktor des Basler Turniers, "vielleicht ist es dieses Jahr endlich soweit." Aber es gebe nicht nur Roger Federer, "sondern es gibt einige weitere Spieler, die sich Chancen ausrechnen können", so Brennwald.

Nalbandian und Gonzalez

Mit einem Preisgeld von 1,5 Mio. Franken dotiert, gilt der Basler Anlass als drittwichtigstes Hallenturnier des Herrencircuit ATP. Deshalb zieht es auch fast alle der Weltbesten an.

Der Spanier Rafael Nadal, Federers Angstgegner sagte kurzfristig ab, ebenso der Amerikaner James Blake. Der Argentinier David Nalbandian (ATP 4) und der Vorjahressieger Fernando Gonzalez aus Chile (ATP 11) sind aber dabei, auch Tomas Berdych (ATP 13) und aufsteigende Talente wie der Schotte Andy Murray (ATP 16), Novak Djokovic (ATP 21), Benjamin Becker (ATP 76) oder der Schweizer Stanislas Wawrinka (ATP 42).

Erst zwei Schweizer Siege

Als vom Pech verfolgter Finalist während des letztjährigen Turniers in Gstaad kam Wawrinka 2005 auch in Basel nicht über die Runden. Doch der Waadtländer, kürzlich im kroatischen Umag Sieger, taucht dieses Jahr in Basel mit neuem Selbstvertrauen auf.

Seit den ersten Swiss Indoors in Basel 1970 konnten sich nur zwei Spieler aus dem Gastgeberland durchsetzen. Als letzter Jakub Hlasek vor 15 Jahren.

Vor einem Jahr noch riskierte das Turnier in Basel, aus dem ATP-Kalender gestrichen zu werden. Doch vermochten die Organisatoren in der Zwischenzeit die Verantwortlichen des internationalen Tennis zu überzeugen: Für die nächsten drei Jahre wird demnach für das Swiss Indoors alles beim alten bleiben.

swissinfo, Mathias Froidevaux
(Übertragung aus dem Französischen: Alexander Künzle)

Fakten

Die 37. Swiss Indoors finden vom 21. bis 29. Oktober in der St. Jakobs-Halle in Basel statt.
Das Budget beträgt 12,5 Mio. Franken, das Preisgeld 1,5 Mio. Franken. Die Swiss Indoors sind das drittwichtigste Turnier des Herren-Circuit.
Die Swiss Indoors werden in über 70 Länder übertragen. Die Organisation umfasst über 1000 Personen.
Letztes Jahr verbuchten die Basler Organisatoren die Rekordzuschauerzahl von 66'000.

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In Kürze

Zahlreiche grosse Namen im internationalen Tennis haben das Basler Turnier gewonnen: Björn Borg im Jahr 1977, Guillermo Vilas (1978), Ivan Lendl (1980/81), Yannick Noah (1982/87), Stefan Edberg (1985/86/88), Jim Courier (1989), John McEnroe (1990), Boris Becker (1992) und Pete Sampras (1996).

Roger Federer hingegen hat es an seinem "Heimturnier" zwei Mal nicht geschafft: Im Jahr 2000 verlor er gegen den Schweden Thomas Enqvist und 2001 gegen den Briten Tim Henman.

Zwei weitere Male war er verletzt und konnte in Basel nicht antreten.

Bisher haben in Basel zwei Schweizer gesiegt: Michel Burgener 1972 und Jakub Hlasek 1991.

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