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Bank of America findet neuen Chef im eigenen Haus (AF)

Dieser Inhalt wurde am 17. Dezember 2009 - 11:50 publiziert

(Meldung ergänzt um weitere Angaben)
NEW YORK (awp international) - Die Bank of America hat einen neuen Chef aus dem eigenen Haus berufen, nachdem die Suche nach einem externen Kandidaten erfolglos geblieben ist. Zum Jahreswechsel übernimmt der bisherige Leiter des Privatkundengeschäfts, Brian Moynihan, die Führung des Finanzkonzerns, wie die Bank of America am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. Der 50-jährige Moynihan verantwortete bislang unter anderem die rund 6000 Filialen der Bank und das Geschäft mit kleineren Unternehmen. Sein Vorgänger Kenneth Lewis hatte Ende September aufgrund der Milliarden-Verluste der Bank seinen Rückzug zum Jahresende angekündigt.
Neben Moynihan galt noch der Risiko-Kontrolleur Gregory Curl (61) als Favorit aus dem eigenen Haus. Allerdings machten sich einige Grossaktionäre für einen unbelasteten externen Manager stark und setzten sich damit zunächst durch. Doch von den diskutierten Kandidaten waren sie entweder enttäuscht oder sie holten sich von ihnen eine Abfuhr. Zuletzt sollen die Gespräche mit dem Chef der Bank of New York Mellon, Robert Kelly, an Differenzen über die Bezahlung gescheitert sein.
Die Nachfolgersuche gestaltete sich auch deshalb sehr schwierig, weil die Bank mit 45 Milliarden Dollar (gut 30 Mrd Euro) staatlichem Kapital gestützt worden war und deshalb die Gehälter für die Vorstände begrenzt waren.
Vor einer Woche hat das Institut, das zu den grössten Verlierern der Finanzkrise gehört, der Regierung die massiven Finanzhilfen auf einen Schlag zurückgezahlt. Dazu hatte sich die Bank über Wandelanleihen gut 19 Milliarden Dollar frisches Geld bei Investoren besorgt. Den Rest der Summe nahm sie aus der eigenen Kasse, die unter anderem durch Spartenverkäufe gut gefüllt war. Auch die anderen Grossbanken lösten sich durch milliardenschwere Rückzahlungen aus der ungeliebten Umklammerung des Staates.
Die Bank of America hatte sich zum Höhepunkt der Finanzkrise mit der Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch verhoben. Dort taten sich im Laufe der Zeit immer neue Milliardenlöcher durch faule Wertpapiere auf. Vor allem deshalb stand der Bankchef Lewis unter heftiger Kritik. Der Abschied wird ihm allerdings sehr versüsst: Der scheidende Chef, der die Bank seit 2001 leitete, erhält einem Zeitungsbericht zufolge ein Vergütungspaket von bis zu 120 Millionen Dollar (80 Mio Euro). Dafür muss er als erster Top-Banker an der Wall Street auf Druck der US-Regierung für 2009 auf sein Grundgehalt von 1,5 Millionen Dollar und einen Bonus verzichten./edh/DP/tw

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