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Aussenhandel: Bei Uhren purzeln die Rekorde

Schweizer Uhren gefragter denn je. Keystone

Die Schweiz verzeichnete zwar im November einen Rückgang bei Importen und Exporten. Doch die Uhren boomen weiter.

Dieser Inhalt wurde am 21. Dezember 2004 - 13:05 publiziert

Der November brachte der Schweiz den niedrigsten Exportzuwachs. Die Uhrenbranche jedoch knackte zum erstenmal in ihrer Geschichte die 10 Mrd. Franken-Marke bereits im November.

Der Schweizer Aussenhandel erhielt im November einen Dämpfer. Die Exporte schnitten merklich schlechter ab als im bisherigen Jahresverlauf. Die Importe waren real sogar rückläufig.

Die Handelsbilanz wies im November einen Überschuss von 1,26 Mrd. Franken auf - zum vierten Mal überschritt er damit 2004 die Milliardengrenze.

Der Zuwachs des Überschusses im Vergleich zum November 2003 betrug 13%, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte.

Die Einfuhren stiegen - die beiden zusätzlichen Arbeitstage gegenüber dem Vorjahresmonat ausgeklammert - wertmässig um 2,3%.

Teuerungsbereinigt sanken sie aber um gut 2%, so dass sie insgesamt rückläufig waren. Total wurden Waren für 11,7 Mrd. Franken in die Schweiz eingeführt.

Erdöl und Metalle treiben Preise hoch

Der November blieb damit klar hinter dem Jahresverlauf zurück. Mit 4,8% erhöhten sich die Preise etwas weniger als in den beiden Vormonaten, der Anstieg blieb aber auf hohem Niveau.

Schuld waren die hohen Erdöl- und Metallpreise sowie die zu hohen Arzneimittelpreise.

Niedrigster Exportzuwachs im November

Die Ausfuhren stiegen arbeitstagberichtigt nominal um 2,5% und real um 5,2%. Damit wies der November die niedrigste nominale Zuwachsrate im laufenden Jahr aus.

Erstmals im laufenden Jahr waren jedoch die Preise für Exportwaren rückläufig. Die EZV führt das auf den Preisabschlag bei Rohstoffen und Halbfabrikaten - vor allem Chemikalien - zurück.

Abgesehen von der Textil- und Bekleidungsindustrie legten alle Branchen zu.

Am kräftigsten expandierte die Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Steigerungen zwischen gut 12 und gut 16% wiesen sodann die Uhren-, Maschinen-, Elektronik-, Metall- und Chemische Industrie aus.

Dabei generierte die Chemie fast die Hälfte des Wertanstieges.

Uhren legen kräftig zu

Die Schweizer Uhrenexporte haben im November 2004 dank gestiegener Nachfrage nach Luxusuhren weiter kräftig zugelegt und den zweiten Monat in Folge einen Rekordwert erreicht.

Mit 1,26 Mrd. Franken waren die Ausfuhren der Branche so hoch wie noch nie in einem Monat, teilte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie am Dienstag mit. Gegenüber dem Vorjahresmonat betrug das Wachstum über 12%.

Damit verspricht 2004 ein Rekordjahr für die Branche zu werden.

In den ersten elf Monaten beliefen sich die Uhrenexporte auf gut 10 Mrd. Franken was einem Anstieg um über 9% entspricht.

Zum ersten Mal wurde damit, so der Verband, die Marke von zehn Milliarden Franken bereits im November geknackt. Die Exporte tragen rund 95% zum Umsatz der Schweizer Uhrenindustrie bei.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die Handelsbilanz wies im November einen Überschuss von 1,26 Mrd. Franken auf.
Die Einfuhren stiegen wertmässig um 2,3%.
Die Ausfuhren stiegen real um 5,2%.
Die Chemie generierte fast die Hälfte des Wertanstieges.
Mit 1,26 Mrd. Franken waren die Ausfuhren von Uhren so hoch wie noch nie in einem Monat.

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