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AUSBLICK/Givaudan 9 Mte: Umsatz von durchschnittlich 3'269,7 Mio CHF erwartet

Dieser Inhalt wurde am 07. Oktober 2010 - 14:23 publiziert

Zürich (awp) - Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan SA wird am Freitag, 8. Oktober die Umsatz-Zahlen für ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres 2010 veröffentlichen. Elf Analysten gehen von folgenden Ergebnissen aus:
9 Mte 2010E
In Mio CHF AWP-Konsens 9 Mte 2009A
Umsatz Gruppe 3'269,7 3'025,5
Umsatz Riechstoffe 1'526,1 1'387,6
Umsatz Aromen 1'740,1 1'637,9
FOKUS: Die meisten Analysten gehen davon aus, dass sich die Volumen im dritten Quartal robust entwickelt haben. Allerdings dürfte aufgrund der hohen Vorjahres-Vergleichszahlen (Basiseffekt) die Wachstumsrate im Vergleich zum Stand nach dem ersten Quartal bzw. nach dem Halbjahr zurückkommen. Im ersten Halbjahr lag das Wachstum in Lokalwährungen bei 10,6%. "Die 9-Mte-Zahlen dürften unterstreichen, dass die Dynamik im Sektor weiter beachtlich ist, auch wenn das zweistellige organische Umsatzwachstum des ersten Halbjahres kaum zu halten sei", meint etwa die ZKB in einem Kommentar.
ZIELE: Givaudan hat nach der Integration der vor bald drei Jahren übernommenen Quest die Strategie überarbeitet und sich Ende August 2010 neue 5-Jahres-Ziele gesetzt. Nun wird ein organisches Wachstum von 4,5 bis 5,5% pro Jahr angestrebt, bei einem geschätzten Marktwachstum von 2 bis 3%. Bezüglich Profitabilität will Givaudan eine "in der Industrie führende" EBITDA-Marge erzielen. Bis dato war das Ziel, Ende 2010 eine EBITDA-Marge von 22,7% und somit wieder das Niveau von vor der Quest-Akquisition zu erreichen. Gleichzeitig soll der jährliche freie Cashflow bis 2015 auf 14-16% der Verkäufe verbessert werden. 60% soll dabei an die Aktionäre ausgeschüttet werden, sobald das Ziel einer Leverage-Ratio von 25% erreicht ist.
Am Ausblick für das laufende Jahr wurde im August nichts geändert. Der Konzern strebt demnach weiterhin ein Umsatzwachstum von über 5% in Lokalwährungen und eine operative Marge (EBITDA) von 22,7% an.
PRO MEMORIA: Das Wachstumsprogramm habe Investitionen in den Schwellenländern und weitere Effizienzsteigerungsprogramme zur Folge, hiess es ebenfalls im August. In der Schweiz setzt Givaudan in der Folge Rationalisierungsmassnahmen um und streicht in Kemptthal in der Pulveraromen-Produktion 120 Stellen. Neben dem Standort Kemptthal schliesst das Unternehmen auch eine Fabrik im englischen Bromborough, was den Wegfall von weiteren 150 Stellen zur Folge hat. Im Gegenzug will Givaudan für 170 Mio CHF eine Produktionsfabrik in Ungarn bauen. Diese Investition geschehe in den nächsten drei Jahren und stehe im Einklang mit den vorgesehenen jährlichen Investitionsausgaben von 4% des Umsatzes, hiess es.
Das Ganze hat Restrukturierungskosten von rund 75 Mio CHF zur Folge, einschliesslich einer Cash-Komponente von 55 Mio CHF. Zwei Drittel dieser Kosten sollen in der Rechnung 2010 und der Rest 2011 verbucht werden.
Homepage: www.givaudan.com
jl/an/uh

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