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Aufwärtstrend in der Schweizer Waldwirtschaft - trotz weiteren Verlusten

Die Schweizer Waldwirtschaft verzeichnet trotz anhaltenden Verlusten einen Aufwärtstrend. 1998 verringerte sich der Verlust um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hauptgründe für die Verbesserung waren die erweiterte Nutzung und höhere Holzpreise.

Dieser Inhalt wurde am 01. Dezember 1999 - 11:35 publiziert

Die Schweizer Waldwirtschaft verzeichnet trotz anhaltenden Verlusten einen Aufwärtstrend. Gemäss den jüngsten Abrechnungen von 729 Forstbetrieben verringerte sich der Verlust 1998 um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hauptgründe für die Verbesserung waren die erweiterte Nutzung und höhere Holzpreise.

Wie der Waldwirtschaftsverband Schweiz (WVS) am Mittwoch (01.12.) in Solothurn mitteilte, stieg der Holzpreis im vergangenen Jahr um durchschnittlich fünf Prozent im Vergleich zu 1997. Zusammen mit der deutlich erhöhten Nutzung der Wälder und den zugleich verringerten Kosten für die Holzernte ergab sich damit eine Reduktion des Gesamtverlustes von 186 auf 151 Franken pro Hektare. Der Verlust pro Kubikmeter Holz lag bei 29,50 Franken. Die Gesamtaufwendungen für die Holzernte sanken im gleichen Zeitraum von 81 auf 77 Franken pro Kubikmeter. Die gesamte Menge des geschlagenen Holzes stieg innert Jahresfrist bei einer nur leicht erhöhten produktiven Nutzfläche von 249'000 Hektaren um fünf Prozent.

Insgesamt blieben die Kosten der einzelnen Betriebe 1998 praktisch stabil. Gleichzeitig konnte aber mehr Holz genutzt und verkauft werden, womit sich der Kostendeckungsgrad innert eines Jahres von 83 auf 86 Prozent erhöhte. Von der Verbesserung konnten laut WVS alle Regionen profitieren; der geringste Kostendeckungsgrad wurde auch im vergangenen Jahr im Voralpengebiet mit rund 79 Prozent verzeichnet.

Im Hinblick auf die Zukunft erwartet der Waldwirtschaftsverband von seinen Mitgliedern weitere innovative Ideen, um mit einer optimierten Effizienz das marktgerechte und betriebswirtschaftliche Denken weiter fördern zu können, ohne die Pflege des Waldes zu vernachlässigen. Im vergangenen Jahr hätten trotz des erfreulichen Aufwärtstrends weiterhin relativ hohe Fixkosten und kleinflächige Strukturen ein noch besseres Ergebnis verhindert, teilte der WVS mit.

Rund 30 Prozent der schweizerischen Landesfläche sind bewaldet. Etwa drei Viertel des Waldes gehören 3'700 öffentlichen Waldeigentümern: Einwohner- und Bürgergemeinden, Korporationen, Kantonen und dem Bund. Den restlichen Viertel teilen sich 250'000 Privatwaldbesitzer. Die schweizerischen Forstbetriebe erwirtschaften ihre Einkünfte grösstenteils aus der Rundholzproduktion aber auch durch diverse Schutzwald- und Aufforstungsprojekte des Bundes und immer mehr auch durch diverse Nischenprodukte und Arbeiten für Dritte. Die mehr als 8'000 Beschäftigten der Waldwirtschaft erwirtschaften einen Umsatz von rund 620 Millionen Franken.

SRI und Agenturen

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