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Atom-Transporte nach England wieder zugelassen

Die Schweizer Atomkraftwerke können ihre abgebrannten Brennelemente zur Wiederaufbereitung wieder ins englische Sellafield schicken. Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen hat den Transport-Stopp aufgehoben.

Dieser Inhalt wurde am 27. April 2001 - 17:32 publiziert

Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) teilte am Freitag (27.04.) mit, der im März 2000 verhängte Transportstopp werde nach eingehenden Abklärungen aufgehoben.

Die englische Nuklearsicherheitsbehörde NII hatte sich ehemals kritisch über die Sicherheitskultur beim Sellafield-Betreiber British Nuclear Fuel geäussert und 28 Verbesserungsmassnahmen vor allem im organisatorischen Bereich verlangt. Obwohl der Betrieb nicht untersagt wurde, verfügte die Schweiz im März 2000 einen Transportstopp.

Vor Wochenfrist diskutierten nun Vertreter der HSK mit der englischen Behörde und dem Betreiber die Umsetzung der verlangten Verbesserungen. Der NII-Direktor habe dabei die Anlagen als sicher bezeichnet und keinerlei Bedenken gegen den Transportabgebrannter Brennelemente aus der Schweiz nach Sellafield geäussert, schreibt die HSK.

Sparen auf Kosten der Sicherheit

Der neue Sellafield-Direktor seinerseits habe bestätigt, dass in den letzten Jahren der Kostendruck zu hoch gewesen sei und auch sicherheitsrelevante Tätigkeiten von Sparmassnahmen und Stellenabbau betroffen gewesen seien.

Inzwischen seien 800 Stellen bewilligt und davon bereits 500 besetzt worden. Bei einem Rundgang durch die Anlage hat sich die HSK nach eigenen Angaben von den Verbesserungen überzeugen können. Deutschland hatte bereits im vergangenen Januar die Transporte nach England wieder bewilligt.

Im aktuellen Entwurf zum neuen Kernenergiegesetz schlägt der Bundesrat einen Verzicht auf die Wieder-Aufbearbeitung vor. Da ist der parlamentarische Entscheid allerdings noch nicht gefallen.

swissinfo und Agenturen

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