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Feldnotizen aus der Arktis

Blick auf den Vogelfelsen am Berg Templet auf Spitzbergen. Lena Bakker, Sigrid Trier Kjaer and Jana Rüthers

Der Klimawandel macht auch vor den Polarregionen nicht Halt. Nachdem ein Expeditionsteam aus der Antarktis für uns einen Blog schrieb, geht es nun in den hohen Norden: Drei ETH-Doktorandinnen untersuchen auf Spitzbergen die Begrünung der Arktis – und gewähren uns Einblick in das Forschungsleben auf dem abgeschiedenen norwegischen Archipel.

Dieser Inhalt wurde am 11. August 2022 - 11:45 publiziert

Die Arktis erwärmt sich drei- bis viermal schneller als der globale Durchschnitt, Sommertemperaturen über 20°C sind dort keine Ausnahme mehr. Dies hat schwerwiegende Folgen für die Ökosysteme, in denen hochspezialisierte Tiere und Pflanzen leben. Auf Spitzbergen gibt es Eisbären, Füchse, Rentiere, Brutvögel sowie Hunderte von Moos- und Flechtenarten.

Von Zürich nach Spitzbergen: Lena Bakker, Sigrid Trier Kjaer und Jana Rüthers

Steigende Temperaturen verändern dieses Ökosystem. In einigen Regionen Spitzbergens ist die Vegetation bereits üppiger, weil die Biomasse der einheimischen Pflanzen zunimmt oder nicht einheimische Pflanzen aus den mittleren Breiten in die Tundraökosysteme eindringen. Dieser Prozess wird als "arktische Begrünung" bezeichnet.

Auf Spitzbergen und in anderen Teilen der Hocharktis haben sich nicht-heimische Pflanzenarten bereits ausgebreitet, vor allem auf nährstoffreichen Böden in der Nähe menschlicher Siedlungen. Im Laufe der Zeit könnte es zu dramatischen Verschiebungen in der Zusammensetzung der arktischen Pflanzen- und Mikrobengemeinschaften kommen, wobei nichtheimische Arten die einheimischen Tundra-Arten verdrängen.

Diesen Sommer reisten drei Doktorandinnen der ETH ZürichExterner Link nach Spitzbergen, um die ökologischen Prozesse hinter der arktischen Begrünung zu untersuchen und zu ergründen, was dies für Nährstoffkreisläufe, Pflanzen und Mikroben bedeutet. Lena Bakker, Sigrid Trier Kjaer und Jana Rüthers wollen besser verstehen, wie sich die ohnehin fragilen arktischen Ökosysteme in Zukunft verändern könnten.

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