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Arbeitslosigkeit auf tiefstem Stand seit sieben Jahren

Die Arbeitslosigkeit ist in der Schweiz im Durchschnitt des vergangenen Jahres auf 2,7 Prozent gesunken und damit auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren zurückgegangen. 1999 wurden rund 99'000 Arbeitslose registriert.

Dieser Inhalt wurde am 07. Januar 2000 - 10:57 publiziert

Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Schweiz 1999 um rund 30 Prozent zurückgegangen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank von 3,9 Prozent im Vorjahr auf 2,7 Prozent und erreichte den tiefsten Wert seit sieben Jahren. Im Schnitt waren rund 99'000 Menschen arbeitslos, 171'000 waren auf Stellensuche.

Auf Grund des starken und nachhaltigen Rückgangs im Jahresverlauf ergibt sich im Mittel des Jahres 1999 annähernd ein Stand der Arbeitslosigkeit, wie er letztmals 1992 erreicht mit 2,5 Prozent wurde, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag (07.01.) bekanntgab. Im Durchscnnitt von 1999 waren 98'602 Menschen als arbeitslos registriert. Das sind 29,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor mit durchschnittlich 139'660 Arbeitslosen. Die Zahl der Stellensuchenden, also der registrierten Arbeitslosen und der in einem Beschäftigungsprogramm oder einer Weiterbildung steckenden Erwerbslosen, ging im Verlauf des vergangenen Jahres von 202'752 auf 154'154 Personen zurück. Im Jahredurchschnitt waren es laut Seco 170'921. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent ist der tiefste Wert aller OECD-Staaten.

Im Dezember selber hat die Arbeitslosigkeit wie schon im November zugenommen. Laut Seco waren Ende Jahr 91'041 Menschen als Arbeitslose eingeschrieben, 4'713 mehr als im November. Die Monatsquote stieg von 2,4 Prozent auf 2,5 Prozent. Für den Anstieg sind laut Seco saisonale Gründe ausschlaggebend. Die Zahl der registrierten Stellenlosen stieg nur um 1'657 auf 154'154. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 1'372 auf 10'440.

Wie bereits im Vorjahr war 1999 die erste Jahreshälfe von einer markanten Abnahme der Arbeitslosigkeit geprägt, von 125'883 Personen oder einer Quote von 3,5 Prozent Ende Januar auf 92'399 Personen oder 2,6 Prozent Ende Juni. In abgeschwächter Form hielt die Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte an, wie das Seco schreibt. Aus saisonalen Gründen nahm die Arbeitslosigkeit im November und Dezember dann wieder zu.

Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit ging 1999 in allen Kantonen zurück, am stärksten mit 1,9 Prozentpunkten im Tessin, am schwächsten mit 0,3 Prozentpunkten in Appenzell-Innerrhoden; der Halbkanton in der Ostschweiz weist mit einem Jahresdurchschnitt von 0,5 Prozent Vollbeschäftigung aus. Ausser in Freiburg herrschte in allen Westschweizer Kantonen eine überdurchschnittliche Arbeitlosigkeit, an der Spitze liegt Genf mit 5,1 Prozent, gefolgt vom Tessin mit 4,4 Prozentund der Waadt mit 4,1 Prozent. In der Deutschschweiz weisen einzig Zürich mit 2,9 Prozent und Schaffhausen mit 2,8 Prozen einen Jahresdurchschnitt über dem nationalen Wert auf. Am besten stehen nach Appenzell-Innerrhoden Ob- und Nidwalden mit je 0,6 Prozent und Appenzell-Ausserhoden mit 0,9 Prozent da.

ALV-Fonds entlastet

Der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung weist laut Seco gemäss aktuellen Schätzungen für 1999 bei einem Ertrag von 6,36 Milliarden Franken und einem Aufwand von 5,45 Milliarden Franken einen Überschuss von 0,91 Milliarden Franken aus. 1998 hatte er noch rote Zahlen geschrieben; das Defizit betrug 0,33 Milliarden Franken. Die Schulden bei Bund und Kantonen konnten um eine Mililiarde Franken auf 7,8 Milliarden Franken abgebaut werden.

SRI und Agenturen

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