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Anthrax-Erreger in Brief mit Schweizer Stempel

Post sortieren - mit Handschuhen und Atemschutz. Keystone Archive

Tests in einem US-Labor bestätigten Milzbrand-Erreger in einem Brief in Chile. Dessen Poststempel stammte aus Zürich.

Dieser Inhalt wurde am 23. November 2001 - 08:07 publiziert

In Chile erhärtet sich der Verdacht auf den ersten Anthraxfall im Land seit der Milzbrandwelle in den USA. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, wurde ein Brief auch bei einer Gegenprobe in einem amerikanischen Labor positiv auf Anthrax getestet.

Empfänger des Briefes war in der vergangenen Woche ein Kinderarzt einer Klinik in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Der Arzt schöpfte Verdacht, weil der Brief einen Poststempel aus Zürich trug, als Absender jedoch eine Adresse in Florida angegeben war.

Der Briefumschlag enthielt eine kleine Menge weissen Pulvers. Der Arzt, der den Brief öffnete, und zwölf weitere Personen wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Niemand von ihnen sei jedoch positiv getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Seit den ersten Milzbrandfällen in den USA wurden in Chile 368 verdächtige Briefe getestet; Milzbrand-Sporen wurden jedoch nur in diesem einen Brief gefunden.

Das Schweizer Bundesamt für Polizei hat mit den chilenischen Behörden Kontakt aufgenommen, um die Angelegenheit zu klären.

Schweiz: Bisher rund 500 falsche Milzbrand-Alarme

Durch falsche Milzbrand-Alarme sind der Feuerwehr in den vergangenen Wochen Kosten von rund 2,25 Mio. Franken entstanden. Rund 500 Mal mussten die Einsatzkräfte der Chemiewehr ausrücken, wie der Schweizerische Feuerwehrverband am Freitag mitteilte.

Die Einsätze dauerten je nach Komplexität des Einsatzortes oder des verdächtigen Objektes zwischen einer und fünf Stunden. Die durchschnittlichen Kosten pro Einsatz beliefen sich auf rund 4500 Franken. Nicht einbegriffen sind dabei die Kosten für Polizei und medizinisches Personal sowie für die Laboranalysen.

swissinfo und Agenturen

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