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Video zeigt gewaltsame Verhaftung eines Obdachlosen nahe Los Angeles

Dieser Inhalt wurde am 04. August 2011 - 07:54 publiziert
(Keystone-SDA)

Die amerikanische Bundespolizei untersucht den Tod eines Obdachlosen in Kalifornien, der nach einer Festnahme an den Folgen schwerer Verletzungen gestorben ist.

Wie der US-Sender CNN am Mittwoch berichtete, sind sechs Polizisten aus Fullerton, nahe Los Angeles, vorübergehend beurlaubt worden.

Passanten hatten die Festnahme des 37-jährigen Obdachlosen Kelly Thomas am 5. Juli auf Video festgehalten. Zudem zeichnete eine Überwachungskamera an einer Bushaltestelle den Vorfall auf. Der schwer verletzte Mann fiel ins Koma und starb fünf Tage später im Spital.

Die Beamten waren nahe eines Busbahnhofs unterwegs, um Hinweisen auf Autoeinbrüche nachzugehen. Der an Schizophrenie leidende Obdachlose wurde als möglicher Täter verdächtigt.

Auf den Videoaufnahmen sind die Schreie des Mannes zu hören, der verzweifelt nach seinem Vater ruft. Eine Frau spricht davon, dass die Beamten fünfmal mit einer Elektroschockpistole auf den Mann losgegangen seien.

Es mache einen "traurig", diese Bilder anzuschauen, sagte Susan Kang Schroeder von der Staatsanwaltschaft im Bezirk Orange County dem Sender CNN. Auf dem Video sei aber nicht der gesamte Vorfall zu sehen, so Schroeder. Der Fall werde gründlich untersucht.

Untersuchung gefordert

Ein Anwalt der sechs Polizisten nahm seine Mandanten am Mittwoch in Schutz. Der Verdächtige habe sich zur Wehr gesetzt, sagte Michael D. Schwartz der "Los Angeles Times". Der Taser sei nicht "übermässig" angewendet worden.

Zahlreiche Bewohner von Fullerton forderten bei einer Stadtverordnetenversammlung eine gründliche Untersuchung des Vorfalls. Ron Thomas, der Vater des Opfers, wirft den Polizisten vor, sie hätten seinen Sohn brutal zu Tode geprügelt.

Die Aufnahmen wecken Erinnerungen an das Video eines Amateurfilmers von der brutalen Festnahme des Afroamerikaners Rodney King im März 1991, der damals von Autobahnpolizisten nahe Los Angeles mit Schlagstöcken schwer misshandelt worden war.

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