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Trauer um Néstor Kirchner in Argentinien - Staatstrauer ausgerufen

Dieser Inhalt wurde am 28. Oktober 2010 - 18:43 publiziert
(Keystone-SDA)

Buenos Aires - Tausende Argentinier haben am Donnerstag Abschied von dem verstorbenen Ex-Präsidenten Néstor Kirchner genommen. Kirchners Frau und Amtsnachfolgerin Cristina erschien mit den beiden Kindern des Paares an dem im Präsidentenpalast in Buenos Aires aufgebahrten Sarg.
Durch die vor dem Präsidentenpalast Casa Rosada versammelten Trauernden ging ein Raunen, als die amtierende Staatschefin Cristina Kirchner ganz in schwarz gekleidet zu der Trauerzeremonie für ihren an einem Herzinfarkt gestorbenen Mann erschien.
Es war ihr erster öffentlicher Auftritt seit dem Tod ihres 60-jährigen Mannes am Mittwoch. Schweigend legte sie eine Hand auf den in die argentinische Landesfahne gehüllten Sarg.
Die Kirchners galten als mächtigste Politikerpaar Argentiniens seit dem Ex-Präsidenten Juan Péron und dessen Frau Eva. Gemeinsam waren sie bereits in den 70er Jahren bei der radikalen peronistischen Jugend aktiv. Die Medien des Landes spekulierten bereits darüber, ob Néstor Kirchner bei den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr antrete, um das Amt dann wieder von seiner Frau zu übernehmen.
Kerzen und Trauerkränze
Kirchner war von 2003 bis 2007 Präsident des südamerikanischen Landes. Sein Tod hatte im gesamten Land Bestürzung ausgelöst. Tausende Trauernde versammelten sich am Donnerstag schon in den frühen Morgenstunden vor dem Präsidentenpalast in der argentinischen Hauptstadt, um Abschied zu nehmen.
Vor dem Gebäude entzündeten sie Kerzen und legten Trauerkränze sowie Transparente nieder, auf denen sie Cristina Kirchner ihr Beileid aussprachen. Hunderte Anhänger Néstor Kirchners, der bis zuletzt der Peronistischen Partei vorsass, hielten bereits in der Nacht eine Trauerwache vor dem Gebäude ab.
Bei Perón, Allende und Che
Kirchner war am Mittwoch in El Calafate im Süden des Landes gestorben. Der Leichnam traf am frühen Donnerstagmorgen in der 2700 Kilometer entfernten Hauptstadt ein, wo er im Saal der Lateinamerikanischen Patrioten im Präsidentenpalast aufgebahrt wurde.
Der Raum ist unter anderem mit Porträts des argentinischen Ex-Präsidenten Juan Perón, des früheren chilenischen Staatschefs Salvador Allende und des kubanischen Revolutionärs Ernesto "Che" Guevara geschmückt.

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