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Swiss mit Quartalsgewinn - Überfliegerin im Lufthansa-Konzern

Dieser Inhalt wurde am 05. Mai 2011 - 12:10 publiziert
(Keystone-SDA)

Die Fluggesellschaft Swiss hat ihr Ergebnis im ersten Quartal 2011 trotz Frankenstärke, gestiegenen Treibstoffpreisen und der Krisen in Japan und Nordafrika verbessert. Sie schrieb im Gegensatz zur Muttergesellschaft Lufthansa schwarze Zahlen.

Von Januar bis März flog die Swiss einen operativen Gewinn von 16 Mio. Fr. ein, nachdem im Startquartal 2010 wegen der Folgen der Finanzkrise noch ein Verlust von 10 Mio. Fr. verbucht worden war. Der Ertrag stieg um 7 Prozent auf 1,15 Mrd. Franken, wie die Swiss am Donnerstag mitteilte.

Die Zahl der Passagiere erhöhte sich um 5,9 Prozent auf 3,43 Millionen. Dabei sank die Auslastung bei erweitertem Angebot leicht von 78,3 auf 76,4 Prozent. Das Frachtgeschäft habe sich zufriedenstellend entwickelt, hiess es.

Allerdings belasteten der anhaltend starke Franken, erneut markant gestiegene Treibstoffpreise und tiefe Durchschnittserträge das Ergebnis deutlich. Auch die Entwicklungen in Japan und Nordafrika wirken sich spürbar auf das Ergebnis im ersten Quartal aus. Die Kapazitäten auf den Strecken nach Tokio und Kairo wurden reduziert.

Pilotenstreit schwelt weiter

Die Swiss reagiert auch auf Engpässe: Insbesondere die Piloten klagen über die Arbeitsbelastung und warnen vor Gefahren für die Sicherheit im Flugbetrieb. Im anhaltenden Streit um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ist die Pilotengewerkschaft Aeropers an die zuständige Einigungsstelle gelangt.

Damit bleibt das Kriegsbeil vorläufig begraben, obwohl der alte GAV Ende März ausgelaufen ist. Aeropers forderte, die Swiss müsse "nun endlich wieder ins Personal investieren, statt mit fetten Gewinnen nur die Lufthansa zu erfreuen".

Im Lufthansa-Konzern ist die Swiss tatsächlich weiterhin die Ertragsperle: Die Lufthansa Passage (inklusive Lufthansa Regional und Lufthansa Italia) steigerte im ersten Quartal 2011 laut Mitteilung vom Donnerstag zwar den Umsatz um 15,1 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro. Operativ verbuchte die Sparte aber einen Verlust von 234 (Vorjahresperiode: 236) Mio. Euro.

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