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Schweizer Wirtschaft kühlt sich 2011 wegen des starken Frankens ab

Dieser Inhalt wurde am 14. Dezember 2010 - 09:44 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Die Schweizer Wirtschaft dürfte 2010 mit einem Wachstum von 2,7 Prozent stark zulegen. Die Aufwertung des Frankens wird aber die Exporte bremsen. Neu rechnet die Expertengruppe des Bundes darum für 2011 mit einer Verlangsamung des Wachstums auf 1,5 Prozent.
Die Anzeichen einer Verschlechterung der Exportentwicklung und damit verbundenen Konjunkturabkühlung für 2011 verdichten sich, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Dienstag mitteilte. Dank einer anhaltend robusten Konjunktur im Inland dürfte die Abschwächung aber relativ mild verlaufen.
Die Expertengruppe des Bundes gibt sich in ihrer neusten Prognose wieder etwas optimistischer als noch vor drei Monaten. Für das laufende Jahr bestätigt sie ihre Prognose von 2,7 Prozent. Für 2011 wird die Prognose von 1,2 auf neu 1,5 Prozent erhöht. Sie liegt nun fast auf der Höhe der Prognose vom Juni 2010 (1,6 Prozent).
Die Bundesexperten liegen damit am unteren Ende der Erwartungen. Pessimistischer war in ihrer September-Prognose lediglich die Grossbank CS (1,2 Prozent). Höhere BIP-Zahlen zwischen 1,7 und 2 Prozent erwarten die Konjunkturforscher von KOF ETH, BAKBASEL, ZKB, Crea, IWF und Economiesuisse. Gar über 2 Prozent liegen OECD (2,2 Prozent) und UBS (2,3 Prozent) in ihren Prognosen vom November.
Internationale Verschuldung als ProblemDeutlich positive Impulse für die Weltwirtschaft orten die Ökonomen weiterhin bei den Schwellenländern, auch wenn hier die Risiken für eine instabilere Entwicklung zugenommen haben. Erhebliche Risiken stellten aber die wenig gefestigte weltwirtschaftlichen Lage, die weiterhin angespannte Situation an den Finanzmärkten und die ungelöste Verschuldungsproblematik vieler Industrieländer dar.
Unter der Voraussetzung einer allmählichen Verbesserung der aussenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürfte das Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) in der Schweiz 2012 langsam wieder an Schwung gewinnen. Das SECO geht von einem Wachstum von 1,9 Prozent aus.

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