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Polizei-Grosseinsatz gegen Sauf-Anlass am 1. Mai breit kritisiert

Dieser Inhalt wurde am 06. Mai 2010 - 17:31 publiziert
(Keystone-SDA)

Liestal - Der polizeiliche Grosseinsatz samt Superpuma-Heli am 1. Mai beim "Harassenlauf" nach Münchenstein BL hat im Kantonsparlament eine einstündige Debatte ausgelöst. Zweifel an der Verhältnismässigkeit waren von links bis rechts zu hören.
Rund 400 Polizeiangehörige - auch anderer Kantone - standen heuer bei nasskaltem Wetter rund 200 jugendlichen Biertrinkenden gegenüber. Seit einigen Jahren wird der Promille-Spaziergang ohne OK der Birs entlang in den Grün-80-Park unweit von St. Jakob immer populärer. 2009 war es zu Exzessen mit Verletzten gekommen.
Der Einsatz kostete brutto 469'000 Franken, wovon 145'000 Franken real zu bezahlen waren, wie Sicherheitsdirektorin Sabine Pegoraro (FDP) ausführte. Der Armeehelikopter sei als Trainingsflug für das Baselbiet gratis gewesen. Nach gegen 3000 Teilnehmenden in Vorjahren sei ein Grosseinsatz angemessen und nötig gewesen.
Ihre Ansicht - anhand einer dringlichen SP-Interpellation - teilten nur einzelne Voten von FDP, CVP und SVP. Selbst aus FDP-Reihen wurden Steuergeldverschwendung und Pauschalkriminalisierung moniert. Links wie rechts wurde dem schlechten Wetter gedankt, das dem repressiven Dispositiv eine Nagelprobe ersparte.
Lob gab es für das Fingerspitzengefühl der Polizisten vor Ort. Die SVP sprach jedoch vom "falschen Auftrag": Sie forderte die gezielte Festnahme von Vandalen und Schlägern, statt alle Jungen in einen Topf zu werfen. Die CVP/EVP gab zu bedenken, dass Repression das Grundproblem solcher Saufgelage nicht angehe.
Die SP vermisste Prävention und beklagte eine unnötige Machtdemonstration des Staates, die auch eine Eskalation fördern könne.

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