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OC Oerlikon schreibt wieder schwarze Zahlen

Dieser Inhalt wurde am 17. August 2011 - 16:16 publiziert
(Keystone-SDA)

OC Oerlikon hat die existenzbedrohende Krise endgültig abgehakt: Der Industriekonzern kann die Früchte seiner harten Restrukturierung ernten und ist im ersten Halbjahr weiter in die Gewinnzone vorgestossen. Die Profitabilität erreichte einen neuen Rekord.

Die Erholung von OC Oerlikon sei schneller gekommen als erwartet, sagte Konzernchef Michael Buscher am Mittwoch vor den Medien in Zürich. "Der Konzern hat bereits im ersten Halbjahr ein Profitabilitätsniveau erreicht, das wir ursprünglich erst für 2012 angepeilt hatten."

Der Betriebsgewinn (EBIT) habe 187 Mio. Fr. erreicht nach einem operativen Verlust von 31 Mio. Fr. vor einem Jahr. Die Betriebsgewinnmarge erreichte 9 Prozent. So profitabel war OC Oerlikon noch nie. Unter dem Strich verdiente der Konzern 83 Mio. Franken, nachdem er vor einem Jahr noch einen Reinverlust von 50 Mio. erlitten hatte.

Während der Finanz- und Wirtschaftskrise hatte der Maschinen- und Anlagenbauer tiefrote Zahlen geschrieben und stand wegen seiner Schulden kurz vor dem Kollaps. Eine Rosskur mit dem Abbau tausender Stellen führte den Konzern 2010 erstmals wieder knapp in die Gewinnzone.

Krisenjahre vorbei

OC Oerlikon habe die schwierigen Jahre 2008/09 hinter sich gelassen und präsentiere sich heute stärker als zuvor, erklärte Buscher. Der Umsatz sei um 29 Prozent auf 2,033 Mrd. Fr. gewachsen. Ohne Währungseinflüsse hätte OC Oerlikon den Umsatz gar um 46 Prozent auf 2,3 Mrd. Fr. gesteigert und einen EBIT von 224 Mio. Fr. erreicht, erklärte Finanzchef Jürg Fedier.

Mit seinen Halbjahreszahlen hat der Konzern auch die optimistischsten Erwartungen der Analysten übertroffen. Diese hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Schnitt einen Umsatz von 1,99 Mrd. Franken, einen EBIT von 155 Mio. Fr. und einen Reingewinn von 64 Mio. Fr. vorhergesagt.

Alle Segmente hätten zum starken Wachstum von Umsatz und Gewinn beigetragen. Das Geschäft mit Textilmaschinen brummte: Bei der mit Abstand grössten Division kletterte der Umsatz dank der grossen Nachfrage aus China und Indien um 42 Prozent auf 978 Mio. Franken. Zudem verdiente die Sparte operativ wieder 76 Mio. Franken, nachdem sie vor einem Jahr noch einen Betriebsverlust von 9 Mio. Fr. eingefahren hatte.

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