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Mehrere Menschen nahe Acapulco von Drogenmafia hingerichtet

Dieser Inhalt wurde am 06. Dezember 2010 - 08:44 publiziert
(Keystone-SDA)

Acapulco - Der Drogenkrieg in Mexiko hat am Sonntag 13 Menschen das Leben gekostet. In Acapulco und Umgebung wurden die Leichen von neun Männern entdeckt, von denen acht erschossen worden waren, wie die Behörden mitteilten.
Die Todesursache des neunten Opfers, dessen Leichnam verbrannt wurde, blieb noch unklar. Die Männer seien zwischen 25 und 50 Jahre alte gewesen, hiess es weiter.
In der mexikanischen Stadt Ciudad Juarez wurden vier Bewohner zweier Drogenentzugszentren von Bewaffneten getötet, die die Einrichtungen zuvor gestürmt hatten. Fünf Bewohner wurden bei dem Vorfall von Sonntagnachmittag verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
In den vergangenen zwei Jahren haben bewaffnete Banden Dutzende Bewohner von Rehabilitationszentren getötet, die oft von Drogenkartellen betrieben werden, um Suchtkranke für kriminelle Aktivitäten anzuwerben. Diese werden dann vielfach Opfer von Angriffen rivalisierender Drogenbanden.
Unterdessen entschieden Richter am Sonntag, dass im Fall eines mutmasslich an der Enthauptung von vier Menschen beteiligten 14-jährigen Junge bei einer Verurteilung das Jugendgesetz des mexikanischen Staates Morelos angewandt werden kann, das eine Höchststrafe von drei Jahren Gefängnis vorsieht.
In der Anhörung wurde auch erörtert, ob dem "El Ponchis" genannten Jungen angesichts der Schwere der Beschuldigungen nach mexikanischem Bundesrecht der Prozess gemacht werden kann. Nach der Anhörung wurde der Junge von 15 Bundespolizisten aus dem Gerichtsgebäude der Stadt Cuernavaca geführt.

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