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Keine aufschiebende Wirkung im Entscheid um den entlassenen Lehrer

Dieser Inhalt wurde am 27. Oktober 2010 - 18:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Sitten - Der Anfang Oktober fristlos entlassene Lehrer aus Stalden VS darf bis zum Urteil zu seinem Rekurs nicht weiterarbeiten. Das hat der Walliser Regierungsrat am Mittwoch entschieden. Er lehnte das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab.
Die Regierung begründete ihren Entscheid mit dem entstandenen Vertrauensverlust. Zudem rechtfertigte sie die fristlose Entlassung mit öffentlichen Interessen. Ein gutes Arbeitsklima und die Interessen der Schüler gingen vor, schrieb sie am Mittwoch in einem Communiqué.
Der Regionalrat, der die Entlassung ausgesprochen hatte, hatte diese mit dem gestörten Vertrauensverhältnis begründet. Deshalb könne der Lehrer "seinen Verpflichtungen im Schulbetrieb Stalden nicht nachkommen", schrieb die Regierung weiter.
Der Lehrer hatte verlangt, während des Verfahrens seine Arbeit fortsetzen zu können. Für ihn, der ein Freidenker ist, liegt der Grund der Entlassung in seiner Weigerung, ein Kruzifix im Klassenzimmer aufzuhängen.
Das Kreuz war seit mehr als einem Jahr abgehängt gewesen. Mitte September war der Lehrer aufgefordert worden, das Kreuz wieder an die Wand zu hängen. Er ist der Aufforderung nicht nachgekommen.
Daraufhin war er am 8. Oktober entlassen worden. Der Entscheid wurde später durch den Walliser Bildungsdirektor Claude Roch bestätigt. Dagegen hatte der Lehrer Rekurs mit dem Gesuch um aufschiebende Wirkung eingereicht.

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