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Justiz in Kuba hält Haftstrafe von 15 Jahren für US-Bürger aufrecht

Dieser Inhalt wurde am 06. August 2011 - 03:34 publiziert
(Keystone-SDA)

Die kubanische Justiz hat die Haftstrafe in Höhe von 15 Jahren für den wegen angeblicher Spionage verurteilten US-Bürger Alan Gross bestätigt. Der Oberste Gerichtshof des Landes wies einen Einspruch des 62-Jährigen zurück.

Das Gericht sprach einer auf der Internetseite Cubadebate.cu veröffentlichten Erklärung zufolge ein "letztes Urteil" zu diesem Fall. Gross war 2009 wegen angeblicher Spionagetätigkeit festgenommen und im März wegen "Gefährdung der Unabhängigkeit und Sicherheit" Kubas zu der 15-jährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Gross ist Mitarbeiter einer Firma, die für die US-Entwicklungshilfeorganisation USAID arbeitet. Er war festgenommen worden, als er Handys und Computer verteilte. Die Geräte waren nach US-Angaben für die Kommunikation von Juden in Kuba mit Glaubensgenossen in anderen Ländern bestimmt.

Die kubanische Führung warf Gross hingegen vor, er habe Oppositionsgruppen bei der Spionage für die USA unterstützen wollen. Im Rahmen seines Berufungsprozesses hatte Gross nach Angaben seines Anwalts im Juli erneut erklärt, er habe die kubanische Regierung und das Volk nicht verletzen wollen.

Washington kritisierte das Urteil vom Freitag scharf und forderte die "sofortige und bedingungslose Freilassung" Gross'. Er müsse sofort zu seiner Familie gelassen werden, hiess es in einer Erklärung des Weissen Hauses. Nach Angaben seiner Frau verlor der 62-Jährige in Haft bereits 40 Kilogramm Gewicht und leidet an Arthritis.

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