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Gegen 10 Millionen Franken Sachschaden im Appenzellerland

Dieser Inhalt wurde am 11. Juli 2011 - 16:11 publiziert
(Keystone-SDA)

Das Unwetter, das am Sonntagnachmittag über die Ostschweiz gezogen ist, hat allein im Kanton Appenzell Ausserrhoden geschätzten Sachschaden von gegen 10 Millionen Franken angerichtet, wie der kantonale Führungsstab am Montag informierte. Zeitweise herrschte Chaos.

Bei der kantonalen Notrufzentrale gingen am Sonntag ab 15.25 Uhr über 200 Notrufe ein. Die Feuerwehr von Herisau stand im Dauereinsatz. Kommandant Roger Schläpfer sagte, er hoffe, am Montagabend die letzten 30 Mann abziehen zu können. Die Feuerwehr musste Tiefgaragen und Keller auspumpen, Strassen und Eisenbahntrassees von Bäumen befreien und Wohnquartiere evakuieren.

In Schwellbrunn und Herisau konnten bis Montagabend noch nicht alle Familien in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren; Hangrutschungen bedrohen ihre Liegenschaften. Ernst Bischofberger, Direktor der Ausserrhoder Assekuranz (Gebäudeversicherung), sagte vor den Medien, er rechne aus Erfahrung mit rund 1000 Schäden an Gebäuden und Grundstücken.

Bischofberger rechnet mit einem Sachschaden von rund drei Millionen Franken allein an Gebäuden und Grundstücken. Hinzu kämen enorme Schäden an Fahrzeugen und technischen Geräten. Der Assekuranz-Direktor nimmt an, dass das heftige Gewitter einen Gesamtschaden von gegen zehn Millionen Franken angerichtet hat. Im Moment stehen acht Schadenschätzer im Dauereinsatz.

Bahnlinie gesperrt

Anjan Sartory, Einsatzleiter der Ausserrhoder Kantonspolizei, sagte, am Montagnachmittag seien alle Hauptverkehrsachsen wieder normal befahrbar gewesen. Die Appenzeller Bahnen (AB) mussten den Bahnverkehr am Sonntag vorübergehend einstellen. Die Strecke Herisau-Urnäsch der Appenzeller Bahnen ist für mehrere Wochen nicht befahrbar. Es wird ein Bahnersatz installiert.

Im Kanton St. Gallen gingen am Sonntag 160 Notrufe ein. Sie Polizei leitete diese am 15 Ortsfeuerwehren weiter. Diese mussten hauptsächlichen Keller auspumpen. Auf der Autobahn A1 durch die Stadt St. Gallen kam es am Sonntag zu Verkehrsbehinderungen, weil das Regenwasser nicht mehr abfloss.

In Appenzell Innerrhoden traten Bäche über die Ufer. Es entstand geringer Sachschaden. Den Thurgau streift das heftige Gewitter nur ganz im Osten; in Horn und Freidorf standen die Ortsfeuerwehren im Grosseinsatz und pumpten viele Keller aus. Die Höhe des Sachschadens ist verhältnismässig gering.

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