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Deich an chinesischer Chemiefabrik bricht wegen Tropensturm "Muifa"

Dieser Inhalt wurde am 08. August 2011 - 15:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Der Tropensturm "Muifa" hat im Nordosten Chinas riesige Wellen aufgespült und den Schutzdeich einer Chemiefabrik brechen lassen. Laut staatlichen Angaben reparierten Arbeiter am Montag den Deich der Fabrik in der Hafenstadt Dalian mit Baggern und versuchten, ihn weiter zu verstärken.

Gesteinsbrocken und weiteres Material soll verhindern, dass noch mehr Wasser in die Chemiefabrik Fujia eindringt. Die Anwohner wurden in Sicherheit gebracht, wie ein Polizeivertreter der Provinz Liaoning sagte.

Die Behörden teilten nicht mit, welche Chemikalien aus dem Werk ausdringen könnten. In der Fabrik wird laut der Nachrichtenagentur Xinhua Paraxylol hergestellt, eine brennbare, krebserregende Flüssigkeit, die bei der Herstellung von Filmen und Polyester-Fasern verwendet wird.

Schwere Regenfälle in Shanghai

Zuvor hatte "Muifa" den Osten Chinas heimgesucht. In Zhejiang zerstörte er fast 170 Häuser und richtete Schäden in Höhe von umgerechnet 226 Millionen Franken an. Ein Mensch wurde am Wochenende in Zhejiang nach dem Untergang eines Bootes vermisst gemeldet.

Auch die Metropole Shanghai an Chinas Ostküste litt in Folge des Sturms am Wochenende unter heftigen Regenfällen. Hunderte Flüge wurden abgesagt. Die Behörden riefen ausserdem die Fischerboote in den Hafen zurück. In der Provinz Shandong weiter nördlich wurden nach Angaben der örtlichen Behörden 360'000 Menschen vor dem Unwetter in Sicherheit gebracht.

Die chinesischen Behörden bereiteten sich auf die Evakuierung weiterer Orte vor. Bislang richtete Sturm aber weniger Schäden an als befürchtet. Das nationale Wetteramt erklärte am Montag, der Sturm sei nun auf dem Weg ins benachbarte Nordkorea.

Vier Tote in Südkorea

Im Süden von Südkorea kamen durch "Muifa" mindestens vier Menschen ums Leben, wie die Katastrophenschutzbehörde am Montag mitteilte. Zwei durch Hochwasser fortgerissene Einwohner wurden noch vermisst. Im Südwesten des Landes verursachte der Tropensturm einen Stromausfall in 320'000 Haushalten. Ausserdem wurden in Dutzenden Ortschaften, Strassen, Häfen und Hafendämme beschädigt und zahlreiche Bäume entwurzelt.

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