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Afrikanische Tagelöhner protestieren in Neapel gegen Ausnutzung

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2010 - 20:30 publiziert
(Keystone-SDA)

Rom - Hunderte afrikanische Tagelöhner, die auf den Feldern der süditalienischen Region Kampanien schwarz arbeiten, haben am Freitag in Neapel und Caserta gegen ihre Ausnutzung demonstriert.
Die Demonstranten, die mehrheitlich aus Nigeria und Ghana stammen, schwenkten Plakate gegen die Ausbeutung durch das Organisierte Verbrechen, das die Tagelöhner auf den Feldern und in der Bauwirtschaft einsetzt.
Eine Forderung sind bessere Löhne. "Heute arbeite ich nicht für weniger als 50 Euro", war auf dem Plakat eines Demonstranten zu lesen. Die meisten Migranten arbeiten für weniger als fünf Euro pro Stunde.
Der Handel mit illegalen Immigranten, die auf den Feldern Süditaliens ausgebeutet werden, beschäftigt die italienischen Behörden schon seit Jahren. In kaum einem Landwirtschaftbetrieb werden gemäss Medienberichten Saisonarbeiter legal angestellt.
40 Prozent der Ausländer, die in der süditalienischen Landwirtschaft arbeiten, wohnen in Hütten ohne Strom und Wasser. 30 Prozent von ihnen werden misshandelt.
Im Januar waren schwere Zusammenstössen zwischen Migranten und Einheimischen in Rosarno in der süditalienischen Region Kalabrien ausgebrochen. 67 Menschen wurden dabei verletzt. Mehr als 1000 afrikanische Wanderarbeiter wurden in Flüchtlingslager in andere Landesteile gebracht.

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