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"Tannhäuser" eröffnet 100. Wagner-Festspiele

Dieser Inhalt wurde am 25. Juli 2011 - 17:10 publiziert
(Keystone-SDA)

Mit der farbenprächtigen Neuinszenierung der Oper "Tannhäuser" sind am Montag in Bayreuth die 100. Richard-Wagner-Festspiele eröffnet worden. So bunt wie die Bühne gestaltete sich auch die Auffahrt der Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur auf dem "Grünen Hügel".

Über den roten Teppich flanierten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Aussenminister Guido Westerwelle (FDP), EU-Gesundheitskommissar John Dalli und der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet.

Auch zahlreiche Schauspieler gaben sich beim international renommiertesten deutschen Musiktheaterfestival ein Stelldichein. Hunderte Schaulustige begrüssten unter anderem Maria Furtwängler, Veronica Ferres, Michaela May, Erol Sander, Sebastian Koch und Edgar Selge.

Natürlich stand auch wieder die Garderobe der Prominenten im Mittelpunkt. So erschien Stammgast Gloria Fürstin von Thurn und Taxis in einem türkisfarbenen Abendkleid, Kanzlerin Merkel kam in einem Blazer in pink.

Kurz vor Beginn der fünfeinhalbstündigen Aufführung zeigten sich auch die beiden Festspielleiterinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier vor dem Königsportal.

Katharina Wagner verkündete, dass der Intendant der Berliner Volksbühne, Frank Castorf, im Jubiläumsjahr 2013 den "Ring des Nibelungen" in Bayreuth inszenieren soll. Sie stehe in Verhandlungen mit dem 60 Jahre alten Theatermacher. "Das ist aber noch keine definitive Zusage."

Marthalers "Tristan" wieder aufgenommen

Bereits am Mittag feierte die 90-minütige Kurzfassung der Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" Premiere. Im Rahmen des Projekts "Wagner für Kinder" ist es dem erst 28 Jahre alten Regisseur Maximilian von Mayenburg hervorragend gelungen, die langatmige Sage, die im Original mehr als 15 Stunden dauert, auf kurzweilige und spannende 90 Minuten zu verdichten.

Neben dem neuen "Tannhäuser" stehen bei den 30 Vorstellungen bis zum 28. August "Parsifal" in der Regie von Stefan Herheim, "Tristan und Isolde" in der Deutung von Christoph Marthaler, die letztjährige Neuinszenierung des "Lohengrin" von Hans Neuenfels sowie letztmals "Die Meistersinger von Nürnberg" in der Regie von Festspielleiterin Katharina Wagner auf dem Programm.

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