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AKTIENFOKUS/Santhera brechen nach Catena-Studienversagen ein

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 11:23 publiziert

Zürich (awp) - Die Aktien der Santhera Pharmaceuticals Holding AG sind am Donnerstag in der Eröffnungsphase massiv eingebrochen. Marktbeobachter erklären die Abgaben mit dem vorbörslich bekannt gegebenen Versagen des Produktkandidaten Catena/Sovrima (Idebenone) bei Friedreich-Ataxie in den europäischen MICONOS-Tests. Im Vergleich mit dem Plazebo wurde der primäre Endpunkt einer signifikanten Verbesserung gegenüber dem Plazebo nicht erreicht.
Bis um 09.40 Uhr sinken Santhera bei hohen Umsätzen um 38,4% auf 15,25 CHF. Damit hat sich der Titel allerdings gegenüber dem bisherigen Tagestief auf 13,55 CHF wieder leicht erholt.
Analysten werten das Studienversagen als einen klaren Rückschlag. "Nach dem Scheitern der US-Studie IONIA hatte man gehofft, dass MICONOS die erforderlichen Daten liefern würde, und dies ist nicht eingetreten", schreibt Silvia Schanz von der Bank Vontobel in einem Kommentar.
Zwar habe das Unternehmen angegeben, es sei bis Ende 2011 und darüber hinaus gut finanziert, "aber wir gehen davon aus, dass Santhera ein umfassendes Umstrukturierungsprogramm einleiten müssen wird", heisst es weiter. Schanz bekräftigt das "Hold"-Rating, stellt jedoch eine Überprüfung des Kursziels von 32 CHF in Aussicht.
"Dies ist ein herber Rückschlag", heisst es auch bei der ZKB. Catena in der Indikation Friedreich-Ataxie hätte in naher Zukunft der wichtigste Umsatztreiber werden sollen. Eine Zulassung in nächster Zeit in Europa und USA werde mit solchen Daten schwierig werden. "Zum wiederholten Mal ein herber Rückschlag für Santhera", bilanziert die ZKB.
rt/ps

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