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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Uneinheitlich

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2009 - 09:50 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag nach einem kaum veränderten Start uneinheitlich entwickelt. Der Leitindex Dax legte im frühen Handel um 0,27 Prozent auf 5.429,59 Punkte zu. Händler sprachen von leichten Erholungstendenzen nach dem kräftigen Minus von etwas mehr als drei Prozent am Freitag. Der MDax mittelgrosser Werte rückte um 0,29 Prozent auf 6751,45 Punkte vor. Der TecDax hingegen gab um 0,37 Prozent auf 724,61 Zähler nach.
Insgesamt dürfte Zurückhaltung die Devise der Anleger sein, bevor am Nachmittag wichtige US-Konjunkturdaten wie der Einkaufsmanager-Index der US-Industrie, der ISM, veröffentlicht werden, meinte Analyst Cameron Peacock von IG Markets in London.
Positiv reagierten die Linde-Aktien auf die vorgelegten Zahlen des Industriegase-Spezialisten zum abgelaufenen Quartal. Sie stiegen um 1,64 Prozent auf 72,56 Euro. Die weltweite Wirtschaftskrise belastete den Dax-Konzern weniger stark als im Vorquartal, auch wenn er leichte Ergebnisrückgänge im Jahresvergleich meldete.
Favorit im Leitindex aber waren die Anteilsscheine von Infineon mit plus 3,43 Prozent auf 3,170 Euro. Sie profitierten von einer Hochstufung durch Merrill Lynch von "Underperform" auf "Buy". Kurzfristig sollte sich der Aktienkurs aufgrund von Nachfrageerholungen robust zeigen. Zudem erwarten die Analysten keinen iPhone-Vertragsverlust, und selbst wenn es dazu kommen sollte, sei dieses Risiko bereits im Kurs eingepreist, hiess es.
Im MDax sprangen nach starken Zahlen und einem bestätigten Ausblick die Aktien von ElringKlinger im MDax um 2,65 Prozent auf 13,96 Euro hoch und zählten damit zu den Spitzenwerten. Die Titel des Elring-Konkurrenten Leoni hingegen verloren am MDax-Ende 1,87 Prozent auf 13,66 Euro. Der Nürnberger Autozulieferer hat den Vertrag seines Finanzvorstands Dieter Belle vorzeitig um fünf Jahre bis Ende 2014 verlängert.
Die Aktien von Hugo Boss gewannen vor der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 1,30 Prozent auf 25,63 Euro. Die Kostenkur des Modekonzerns im dritten Quartal sollte sich Experten zufolge unter dem Strich bezahlt gemacht haben. Um 1,29 Prozent auf 9,92 Euro hingegen fielen die Anteilsscheine des Roboter- und Anlagenbauers Kuka . Zwar läuft das Sparprogramm nach Plan, doch die Fortschritte reichen dem Management zufolge nicht aus, um im Gesamtjahr die Verluste der ersten neun Monate zu kompensieren.
Grössere Übernahmepläne und wieder spürbarer Preisdruck liessen die Aktien von Klöckner & Co (KlöCo) zwischen Gewinnen und Verlusten pendeln. Zuletzt stiegen sie um 0,74 Prozent auf 15,04 Euro. Die Aussagen des Managements in der Presse über mögliche grössere Zukäufe und das Ziel, die Umsätze in den kommenden fünf Jahren zu verdoppeln, seien positiv, sagte ein Händler. Belastend wirkten zugleich aber weitere Aussagen über erneut spürbaren Preisdruck./ck/dr

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