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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Dax nur leicht im Plus - Rating-Warnung

Dieser Inhalt wurde am 04. Juli 2011 - 10:04 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Nach den deutlichen Gewinnen der Vorwoche hat der Dax zum Handelsauftakt am Montag nur ein kleines Plus verbucht. Der Leitindex rückte im frühen Geschäft um 0,16 Prozent vor auf 7.431,57 Punkte. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex noch mit einem satten Aufschlag von 4,2 Prozent erstmals seit Mitte Mai wieder über der Marke von 7.400 Punkten geschlossen. Der MDax lag am Montagvormittag mit 0,80 Prozent im Plus bei 11.078,87 Punkten. Der TecDax legte um 0,73 Prozent zu auf 903,21 Punkte.
Händlern zufolge drückte eine Mitteilung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) etwas auf die Stimmung am Markt. Die Agentur hatte vor einem teilweisen Kreditausfall "Selectiv Default" bei den bisher diskutierten Möglichkeiten einer Beteiligung privater Gläubiger an der Griechenland-Hilfe gewarnt. "Nach unserer Ansicht führt jede der beiden Finanzierungsoptionen, die im Vorschlag der Federation Bancaire Francaise beschrieben sind, nach unseren Kriterien wahrscheinlich zu einem Zahlungsausfall", hiess es. Da ferner die Wall Street an diesem Montag wegen des Feiertages "Independence Day" geschlossen bleibt, fehlen von dieser Seite weitere Impulse.
VW HAT MEHRHEIT AN MAN
Für Schlagzeilen sorgten vor allem die Autobauer. So sicherte sich Volkswagen die Mehrheit an dem Lastwagenhersteller MAN . Der Wolfsburger Autokonzern hält nun 55,9 Prozent der MAN-Stammaktien. Im Mai hatte VW überraschend seine Anteile an MAN auf mehr als 30 Prozent erhöht und musste ein Pflichtangebot abgeben. Während die VW-Aktien auf die Anteilsaufstockung mit einem Plus von 0,49 Prozent auf 143,50 Euro reagierten, fielen die MAN-Papiere am Dax-Ende um 1,77 Prozent auf 93,61 Euro. Diese Verluste erklärte ein Börsianer damit, dass VW sein Ziel erreicht habe und vorerst keine weiteren MAN-Aktien kaufen müsse.
Händler wiesen bei den Autobauern zudem auf "erneut solide Absatzzahlen aus den USA" hin. So hatte BMW im vergangenen Monat in den Vereinigten Staaten einmal mehr eine zweistellige Zuwachsrate erzielt. Auch Porsche steigerte seine US-Verkäufe erneut. Angesichts dessen verbuchten die Titel Gewinne von 0,52 respektive 0,56 Prozent.
BAYER PROFITIEREN VON GUTEN NACHRICHTEN ZU XARELTO
An der Dax-Spitze kletterten die Papiere von Bayer um 1,62 Prozent auf 56,657 Euro. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte die Zulassung für das Medikament Xarelto zur Prävention venöser Thromboembolien bei Patienten nach Operationen zum Ersatz von Knie- oder Hüftgelenken erteilt. Dies ist einem Händler zufolge ein positives Zeichen, nachdem der Aktienkurs des Chemie- und Pharmakonzerns zuletzt wegen guter Nachrichten zu dem Konkurrenz-Medikament Eliquis unter Druck geraten sei.
Bankenwerte zählten zu den grössten Verlierern. Commerzbank verloren 1,62 Prozent auf 3,098 Euro und Deutsche Bank büssten 1,03 Prozent auf 41,375 Euro ein. Laut Händlern hatte UBS-Präsident Kaspar Villiger in einem Zeitungsinterview vom Wochenende auf das anhaltend schwierige Marktumfeld hingewiesen. Dies drücke die Finanzwerte ins Minus.
PRAKTIKER ERNEUT DEUTLICH IM MINUS
Im MDax verteuerten sich die Titel des Arzneimittelherstellers Stada nach einer Kaufempfehlung von JPMorgan um 4,80 Prozent auf 28,365 Euro. Die Anteilsscheine der Baumarktkette Praktiker sackten um 11,57 Prozent auf 4,227 Euro ab. Hier wirkte Börsianern zufolge noch die Gewinnwarnung vom Freitag negativ nach. Wie ein Börsianer an diesem Montag noch einmal betonte, wackele nun bei dem Unternehmen auch das Deutschlandgeschäft. Als Belastung komme eine Abstufung der Titel durch die Commerzbank hinzu, hiess es.
Am Indexende wurden die Aktien von Gerry Weber ex Kapitalmassnahme bei 24,24 Euro gehandelt. Der Modekonzern hatte an diesem Morgen seinen Aktionären eine Gratisaktie je Anteilsschein zugeteilt. Dadurch wird der Kurs rechnerisch halbiert. Die MDax-Titel waren am Freitag bei 46,650 Euro aus dem Handel gegangen./la/chs

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